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Playbackaufnahmen von elektronischem Klavier Soundkarte/HD-Recorder?
rgottsch #1
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Subject: Playbackaufnahmen von elektronischem Klavier Soundkarte/HD-Recorder?
Hi,

Ich bin an einem Musicalkurs beteiligt (http://www.musicalkurs.at) und produziere im Jahr an die 2-3 Stunden Playbacks, grossteils nur Klavier (elektronisches Klavier, Technics  SX-PR51). Ich nehem MIDI auf, bessere nach und wenns mir gefällt muss ich es rausspielen und auf CD brennen.

Für MIDI hab ich ein älteres Notebook am Klavier stehen wo ich schnell bearbeiten, ändern, etc. kann.

Für die Aufnahme habe ich bis jetzt immer meinen Desktopcomputer durch die Gegend geschleppt und hab das LINE-OUT an das LINE-IN meiner Soundkartte (intern, Realtek) angesteckt und aufgenommen. Dann geht es ans nachbearbeiten, Soundeffekte drüberlegen, etc.

Von der Qualität bin ich bis jetzt nicht übermässig überzeugt gewesen (zum Glück ist das Equipment auf der Bühne so gut, dass es halbwegs kompensiert), der Kabelsalat ist auch nicht ohne und die Aussteuerung ist jedes mal ein Krampf (ich muss den Aufnahmepegel ziemlich runterdrehen damit nichts übersteuert).

Meine Frage: ist es sinnvoller eine gute Soundkarte zu kaufen und einen zweiten Rechner für Recording aufzubauen oder ist es sinnvoller einen externen dedizierten digitalen Harddisc Recorder zu verwenden und dann die Aufnahmen zum nachbearbeiten rüberzuziehen?

Den Vorteil den ich beim HD-Recorder sehe: es funktioniert, hat nicht grad seinen "ich muss neu installiert werden" - Tag, weniger Interenzen beim Aufnehmen, Gerät ist transportabel, etc. Und wenn HD-Recorder: reichen "billigere" auch?
Markus (Administrator) #2
User title: Audacity-Entwickler
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Eine kleinere Diskussion zu dem Thema gabs schon mal hier:

http://audacity.fuchsi.de/197

Der größte Schwachpunkt an Deiner momentanen Konfiguration ist aber sicher die interne Realtek-Soundkarte. Hier könnte ein externes USB-Teil sicher schon mal große Verbesserungen in Sachen Qualität bringen. Bevor Du Dir aber wirklich einen zweiten Rechner kaufst, würde ich mir das mit dem HD-Recorder definitiv überlegen, denn da gibt's inzwischen schon viel Funktion und Qualität für wenig Geld, und man muss sich nicht mit Software, Treibern etc. rumschlagen.
Markus -- Audacity Lead Developer / Administrator Audacity Forum
Privatmusikverein Nürnberg e.V. - Veranstalter für Kammermusik-Konzerte in Nürnberg
edgar-rft #3
Member since Nov 2004 · 2550 posts · Location: Karlsruhe
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Hallo alle zusammen -

Ich habe im Prinzip genau das gleiche Problem: wenn die Aufnahme "akustisch" klingen soll muss man beim Aufnehmen ziemlich untersteuern (Aufnahmepegel runterdrehen). Billige Soundkarten sind für sowas überhaupt nicht geeignet. Ich arbeite deshalb mit einer externen USB-Karte "m-audio Transit USB" (ich weiss jetzt nicht ob das die "beste" ist auf jedenfall kann man sie in der Hosentasche herumtragen und sie läuft auf Windows und Mac auch an USB 1.1 noch ohne Probleme und vor allem ohne nervende Störgeräusche).

Mein Problem geht so: sobald es warm wird brauche ich eine neue Aufnahmemaschine und war auch schon auf Suche nach "bezahlbaren" HD-Recordern. Was ich brauche ist eine Maschine die unkomprimiertes Stereo aufnehmen kann (kein mp3!), möglichst auch noch transportabel (Akku kann ich mir zur Not selber dranlöten).
 
Das ist hier zwar kein HD-Recorder Forum, ich sehe den HD-Recorder jedoch nur als "Zwischenschritt", die Bearbeitung kann danach ja in Audacity geschehen.

Die einzige mir bekannte "bezahlbare" Maschine (ca. 400 Euro - immer noch teuer genug) ist die "Nomad Jukebox 3", ein HD-mp3-Player mit einer WAV-Aufnahme Funktion (man kann 16-bit unkomprimiert aufnehmen und per USB oder Firewire in den Rechner überspielen). Wenn da irgendjemand noch was anderes weiss kann er/sie/es sich hier ja nochmal melden.

- edgar
Deutsche Handbücher und Onlinehilfe findet ihr unter "Bitte zuerst lesen" und "Informationen und Fragen zur Webseite"
rgottsch #4
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Ich habe diesen im Auge http://www.tascam.de/dp-01.html bzw. das FX Modell. 40 GB HD Recording, 2 Kanäle gleichzeitig aufnehmen, 8 Tracks. FX hat zusätzlich zwei Phantomgespeiste XLR Mikrophoneingäng und einnen Effektprozessor.

Preis für dp01 ca 410 €, dp01FX 480-500€
edgar-rft #5
Member since Nov 2004 · 2550 posts · Location: Karlsruhe
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Na ja - ich muss sagen: für den gleichen Preis kriegst Du da auf jeden Fall mal wesentlich mehr geboten. Auch halte ich die Firma Tascam ehrlich gesagt für vertrauenswürdiger als irgendeinen Korea-Hersteller (Tascam wird zwar wahrscheinlich auch irgendwo in China-Japs-Kong gebaut aber Du kriegst wenigstens ohne grössere Probleme Ersatzteile wenn mal was nicht geht).

Mein Problem aber sowohl mit dem Nomad (mittlerweile von Creative/Soundblaster vertrieben) als auch mit dem Tascam sind, dass beide bloss 44.1kHz 16bit können. Ich mache hauptsächlich Fernsehton und da brauche ich 48kHz. 44.1-auf-48-Konvertierung hört man (mit 16bit kann ich zur Not leben). Damit sind eigentlich beide Maschinen für mich nicht brauchbar. Das Problem ist dass die Maschinen, die ich eigentlich bräuchte immer noch jenseits der 5000-Euro-Grenze liegen (und das werde ich auf keinen Fall bezahlen).

Aber eigentlich ging es hier ja um Musicals. Ich denke dass für das was der rgottsch vorhat der Tascam eigentlich vollkommen ausreicht. Ich habe hier selber jahrelang mit einem 8-Kanal MiniDisk gearbeitet (Musikaufnahmen für Filmton - www.filmwerkstatt-karlsruhe.de), der hatte auch ein eingebautes Mischpult und das war eigentlich das praktischste von allem weil Du da auch sofort vor Ort "schnell mal vorhören" oder vor der eigenlichen Aufnahme gleich schon die Probeaufnahmen kontrollieren kannst ohne erst fünfzig Kabel stecken zu müssen, eingebaute Effekte hätte ich damals auch gerne gehabt. Wenn ich das bei Tascam richtig gesehen habe passt das Ding auch in einen handelsüblichen Baumarkt-Koffer, so dass man es auch mit erträglichem Aufwand transportieren kann. Da Tascam vor allem auch für (mich leider unbezahlbare) Profi-Dat-Technik bekannt ist würde ich sowas grundsätzlich auch eventuell noch billigeren Angeboten anderer Hersteller vorziehen.

Was vielleicht wichtig ist zu wissen: die 16bit vs. 24bit-Diskussion beruht eigentlich darauf, dass man bei Klassik (oder ähnlichen) Aufnahmen sehr weit untersteuern muss um den Crescendo-Schlussakkord des Pianisten oder dröhnende Pauken- und Beckenschläge noch unverzerrt aufnehmen zu können (der reale Dynamikumfang eines Klassik-Orchesters ist um ein mehrfaches grösser als der einer CD) was zur Folge hat dass 99% der Aufnahme sich im Rausch-Bereich der Mikrofone, Mischpulte und Aufnahmemaschinen bewegen und nachträglich sehr stark verstärkt werden müssen, nachdem man die (extrem wenigen) lauten Spitzen per Hand auf einen CD-tauglichen Pegel gebracht hat. Verstärkungsfaktoren von 20 bis 50 sind dabei durchaus an der Tagesordnung, was in digital etwa fünf bis sechs bit entspricht. Von einer 16bit-Aufnahme bleibt da am Ende nicht mehr viel übrig (das hört man auch sehr deutlich). Wenn Du also sowas vorhast bist Du mit einem (eventuell im entscheidenden Moment abstürzenden) Laptop und einer externen 24bit-Soundkarte wesentlich billiger dran. Für Musicalaufnahmen glaube ich aber nicht, dass das ein wirkliches Problem ist.

Wie gesagt: für Filmmusik habe ich jahrelang mit einer (im Vergleich zum Tascam) schlechteren Maschine gearbeitet und hatte nie irgendwelche ernsthaften Probleme (zumindest keine, die sich auf die Aufnahmemaschine zurückführen liessen) - an Notebook-Aufnahmen wird natürlich trotzdem weiter rumgeforscht, die "absturzsichere" Version ist aber mit Sicherheit der Tascam.

 - demnächst dann auch wieder mehr zu Notebook-Aufnahmen - edgar
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This post was edited 5 times, last on 2005-02-10, 05:07 by edgar-rft.
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