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ungleiche Lautstärke bei gebrannter Audio CD
tillmann #1
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Betreff: ungleiche Lautstärke bei gebrannter Audio CD
Hallo,
ich möchte eine Audio CD mit mehreren Musiktiteln brennen, die in ihrer Lautstärke unterschiedlich sind.
Wie kann ich sie auf eine gemeinsame Lautstärke anpassen (außer Hören, das scheint mir nicht sinnvoll).
Gibt es einen Referenzpunkt, an dem ich mich orientieren kann?
Danke für einen Expertentipp.
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Uli Nobbe #2
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Mitglied seit 03/2012 · 1328 Beiträge · Wohnort: Frankfurt am Main
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Zitat von tillmann:
Gibt es einen Referenzpunkt, an dem ich mich orientieren kann?
Nicht so wirklich, nein. Das ist ein ganz schwieriges Feld - und andererseits, wenn man sich nicht mit den Details beschäftigt, wiederum auch vergleichsweise einfach.

Ich brenne zwar selten, aber soweit ich weiß, haben Brennprogramme die Option "Musiktitel in der Lautstärke anpassen" oder so ähnlich. Keine Ahnung, welcher Algorithmus dahinter steckt, aber er funktioniert in den meisten Fällen.
Da es in Deinem Fall um eine Audio-CD geht und nicht um Daten (also mp3-Dateien auf CD), sehe ich das recht entspannt.

Sofern Du trotzdem vorher mit Audacity arbeiten willst, wird es schwierig: Die Verstärkung orientiert sich an Spitzenpegeln (Peaks), die aber für eine gleichmäßige Berechnung unseres Gefühls für angenehm gleich lautes Hören weniger geeignet sind. Ein Ausreißer kann einem da die gesamte Berechnung versauen.

Interessanterweise habe ich gerade einen 4-stündigen Test auf genau dieser Basis gemacht - nur nicht mit Audacity (das durfte lediglich aufzeichnen und mir Übersteuerungen anzeigen).
Entscheidend an der Nummer ist nämlich die hellblaue Kurve (RMS = quadratisches Mittel), die uns anzeigt, welche Lautheitssprünge (oder auch nicht) in dem Titel drin sind. Leider können wir die mit Audacity - noch? - nicht beeinflussen; der geeignete Ansatz hierfür wäre ReplayGain. Das gibt es zwar schon längst und wird auch von den handelsüblichen Playern ausgelesen, aber beim Brennvorgang meines Wissens nach nicht berücksichtigt (was aber toll wäre!).

Rein auf Audacity bezogen könnte ich Dir höchstens vorschlagen, je nach Musik (je elektronischer / poppiger, um so besser) die Titel leicht (!) zu komprimieren und danach - geht im gleichen Schritt - auf 0 dB anheben zu lassen. Das klaut zwar etwas Dynamik und macht den Musikgenuss an sich flacher, aber je nach Programmaterial ist das vertretbar.
Doch bitte: Gaaanz leichte Kompression!  :huh:

Ob Dich das weiter bringt?
Universalnummern auf Knopfdruck sind schwierig und selten.
Auch Audacity kann den guten alten Technikergrundsatz nicht aushebeln:
Shit in - shit out: Qualität entsteht während der Aufnahme, nicht in der Nachbearbeitung!

Aktuelle Version: Audacity 2.1.3
tillmann #3
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Hallo Nobbe,
Danke für deine Ausführungen. Das scheint nicht so einfach zu sein. Na, ich probiers mal.
LG
tillmann
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Uli Nobbe #4
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Nun denn:

  • Entscheide Dich, was für Dich eine gleichmäßige Lautstärke ist: Höchster Peak = Normalisierung oder Verstärkung durch Audacity. Durchschnittliche Lautheit = RMS nach EBU R128: Audacity ist in dem Fall (leider) raus. Andere Programme kommen ins Spiel.

  • Ich brenne, wenn überhaupt, mit iTunes. Dort habe ich die Möglichkeit, die Lautstärke vor dem Brennen angleichen zu lassen. Die Algorithmen hierzu jedoch sind nicht transparent (wie so vieles bei Apple). So lange es jedoch funktioniert: Okay.

  • Meine These, Brennprogramme lesen kein ReplayGain aus, scheint nicht zu stimmen: Ich habe Hinweise darauf gefunden, dass z.B. foobar2000 und MediaMonkey CDs unter Berücksichtigung von ReplayGain  brennen zu können. Getestet habe ich das jedoch nicht, weil ich nicht (mehr) diese Anforderungen wie Du habe.

Resümee: Das muss alles nicht zwingend ein Fall für Audacity sein.
Hilft Dir das dennoch weiter?
Auch Audacity kann den guten alten Technikergrundsatz nicht aushebeln:
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Uli Nobbe #5
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Noch 'n Nachtrag... grummel. Ich hab' da was verpennt.  :blush:

Es gibt ReplayGain für Audacity - als Nyquist-Plugin. Steve hat's programmiert und hält es aktuell.
Soll heißen: Du müsstest es selber herunterladen und in den Plugin-Ordner von Audacity kopieren. Hinzu käme noch die Einbindung des Plugins in die Effekte.

Ich hab's gerade getestet: Funktioniert einwandfrei, auch auf mehrere Spuren gleichzeitig. Den gewünschten Zielwert - es geht standardmäßig von 89,0 dB = 0 aus - kannst Du korrigieren und auch unter "Verwalten" speichern.
Beispiel: Gewünschter Zielwert 91 dB = +2.

Zugegeben, das .ny-Plugin hatte ich aus den Augen verloren. Den Link auf den Thread / EP des o.a. Links könnte man hier ja mal festtackern (fuchsi).

Hier noch zwei technische Hinweise:
  • Video eines sympathischen Erklärbären.  :cool:
  • 89,0 dB entsprechen natürlich nicht annähernd der EBU R128. Aber a) ist die ohnehin noch nicht verbindlich und b) für Deinen Zweck nicht besonders relevant. Nach meiner Auswertung kommt man mit 89 dB auf ca. -17 bis -16 LUFS; nach meiner Einschätzung kann man ruhig bis zu -14 LUFS (+ 9 LUFS relativ) gehen. Dann kann man die CD auch über eine amtliche Verstärkeranlage abspielen, ohne dass die Gefahr von Schäden auftreten sollte.

Sorry soweit. Vielleicht hilft's Dir ja in Deinem Sinne weiter.
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