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Raumklang(Dynamik) fehlt bei der Aufnahme.
Kostas #1
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Betreff: Raumklang(Dynamik) fehlt bei der Aufnahme.
Hallo Zusammen,

ich habe ein Laptop mit integriertem Mic. Wenn ich die Aufzeichnung damit mache, stimmt der Raumklang und die Dynamik. Leider verändert sich die Lautstärke spürbar selbstständig.
Deshalb habe ich mir ein externe USB Mic der Firma Renkforce für 80€ bei Conrad gekauft  http://www.conrad.biz/ce/de/product/1359968/USB-…?ref=se…
Bei diesem Mikrofon ist die Lautstärke perfekt konstant aber hier fehlt es massiv an Raumklang. Interessant ist, es liegt wohl nicht am Mic. Ich habe ein HeadSet Logitech G230 da ist das gleiche verhalten. Hier fehlt auch der Raumklang komplett. Beim HeadSet habe ich zusätzlich eine menge Rauschanteil.

Die Frage ist jetzt, ist das einstellbar? Möglicherweise sogar in Windows?
Betriebssystem Windows 10 64Bit

Ich habe ein Hörbeispiel auf meiner Cloud abgelegt jeweils 2.5MB WAV Files
das ist das externe Mic  http://gofile.me/6mxI9/X2s4ZYt5m
das ist das interne Mic vom Laptop http://gofile.me/6mxI9/DersvGbDK

Hat jemand eine Idee?

Gruß Kostas
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Uli Nobbe #2
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Ich fürchte, Du unterliegst hier einem massiven Missverständnis.

Zitat von Kostas:
Wenn ich die Aufzeichnung damit mache, stimmt der Raumklang und die Dynamik.
(...)
Bei diesem Mikrofon ist die Lautstärke perfekt konstant aber hier fehlt es massiv an Raumklang.
Zunächst einmal: Raumklang ≠ Dynamik!
Frage mich nur, woher Du diese Erkenntnis gewonnen haben willst.

Nun denn: Normalerweise versucht man ja eigentlich, Raumhall zu vermeiden. Du hingegen möchtest ihn zwingend haben. Das könnte ja eine Kunstform bei der Aufnahme sein, aber bei den bisherigen Aufnahmegeräten - Laptop-Mic, Headset - kann ich mir das weniger vorstellen.
Könnte es sein, dass Du mit dem Wunsch nach Raumklang und der Idee der Dynamik aufgrund falscher Grundüberlegungen einem Denkfehler unterliegst?

Zu diesem Conrad-Mic:
Renkforce ist die C-Hausmarke für fernöstlichen Billigschrott, und das ist bei diesem Mic leider nicht anders. Ich habe mir mal kurz die angeblichen technischen Daten in der Kurzanleitung angeschaut.
Ich sag's mal so: Zu diesem Preis (na gut: +10 €) bekommst Du ein amtliches dynamisches (!) Mikrofon mit mindestens gleichen oder besseren Werten. Fehlt bloß der USB-Anschluss. Andersrum: Für ein Kondensatormikrofon ist es grottenschlecht und überteuert. Wenn Du es zurückgeben kannst, sparst Du Geld.

Audacity betreffend kann ich Dir sagen, dass es den Nyquist-Effekt "Hall" gibt, der von Sängern nur ganz dezent eingesetzt wird - aber niemals durch schlechte Raumakustik über das Mikrofon.

Bevor wir da tiefer einsteigen, solltest Du erst mal herausfinden, was Du wirklich möchtest.
Vielleicht sollten wir erst mal eine gemeinsame Ebene finden, dann wird das mit der Problemlösung auch leichter.
Auch Audacity kann den guten alten Technikergrundsatz nicht aushebeln:
Shit in - shit out: Qualität entsteht während der Aufnahme, nicht in der Nachbearbeitung!

Neue Version verfügbar: Audacity 2.1.3.
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Uli Nobbe #3
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Antwort auf Beitrag #1
Ich möchte zusätzlich auf die von Dir verlinkten Hörbeispiele zurückkommen.

Zitat von Kostas am 09.12.2016, 23:15:
Bei diesem Mikrofon ist die Lautstärke perfekt konstant aber hier fehlt es massiv an Raumklang.
(...)
Beim HeadSet habe ich zusätzlich eine menge Rauschanteil.
Noch mehr?  8-(

Ich sehe das etwas anders: Dein Renkforce-USB-Mic rauscht wie am Meer, das interne Mic nicht. Die Schwankung beim internen Mic klingt eher so, als wäre während der Aufnahme etwas vor das Mic geraten (das bei Laptops mitunter an ganz unerwarteten Stellen eingebaut sein kann) und so den Klang beeinflusst hat.
Hingegen hat das externe Mic den Raumhall, den Du suchst, ich jedoch eher vermeiden würde.

Bei der Aufnahme mit dem externen Mic ist mir unter Kopfhörern etwas unangenehmes aufgefallen und deshalb habe ich den Track mal in Audacity geladen:

  • Du hast auf dem linken Kanal einen höheren Rauschanteil als rechts.
  • Dafür ist die Sprachaufnahme rechts ca. 0,5 dB lauter als links. Ich hatte mich schon über das verschobene Stereopanorama bei einer Monoaufnahme gewundert.
  • Für ein Mikrofon, dessen Frequenzgang ab 50 Hz beginnt, rauscht es zwischen 22 und 30 Hz lt. Frequenzanalyse besonders laut.
  • Wenn man genau hinhört, ist sogar ein leichtes Störgeräusch wahrnehmbar.

Was folgt daraus?
Für mich ist das ein Zeichen, dass der A/D-Wandler in dem Mic nichts taugt, denn Du kannst ja nicht links / rechts verschieden laut einsprechen. Das Rauschen ist unangenehm und macht die schlechte Qualität deutlich hörbar.

Erneut: Ich sage hier, vor allem nach der Hörprobe, höchst öffentlich, dass das für Deine Zwecke ein Fehlkauf war. Nimm etwas mehr Geld in die Hand, überschreite die 100-Euro-Grenze, und investiere in Qualität. Gerne auch im Bereich USB-Mikrofon.
Ich persönlich stehe auf Røde  ;-)  - aber da sind die Geschmäcker ja bekanntlich verschieden.
Auch Audacity kann den guten alten Technikergrundsatz nicht aushebeln:
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Kostas #4
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Hallo Uli,

vielen herzlichen Dank für deine Sehr ausführliche Antwort und den Beispieldateien.
Vermutlich verwende ich Begriffe die einfach nur falsch sind. Ich habe deine Beispieldateien angehört und sie klingen für mich alle sehe sehr gut. Ich werde das Mic zurückgeben.
Kannst du mir ein Tisch Mic empfehlen? Ich habe gesehen Thomann hat Rode. Aber welches könnte für Aufnahmen mit dem PC geeignet sein?
Von mir aus, muss es kein USB Mic sein. Ich wollte damit eine mögliche Fehlerquelle der Soundkarte des Laptops umgehen. Ich dache, wenn es ein USB Mic ist, wird die Aufnahmequalität passen.

Gruß Kostas
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Uli Nobbe #5
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Zitat von Kostas:
Ich habe deine Beispieldateien angehört und sie klingen für mich alle sehe sehr gut.
Kurz zur Erläuterung für alle anderen Mitleser: Ich hatte per Mail Kontakt zu Kostas aufgenommen und auf Google Drive einige Sprechproben für ihn bereitgestellt (sein Beispieltext, eingesprochen auf verschiedenen Geräten an verschiedenen Plätzen). Audacity hatte dabei nur die Rolle der Aufnahme, des Schnitts und der einheitlichen Lautstärkeanpassung.
Je nach Interface und Aufnahmeort waren Raumhall, Grundrauschen (teilweise mit verstärkt) und Bassanteil meiner Stimme unterschiedlich stark ausgeprägt.

Da das alles nun mit Audacity nichts mehr zu tun hat (die Hinzufügung von Hall als Effekt hatte ich ja bereits erwähnt), schlage ich vor, den direkten Kontakt fortzusetzen und hier nur noch weiter zu machen, sofern es Audacity betrifft. Ein klassisches Problem mit oder für Audacity scheint ja nun nicht mehr vorzuliegen.
Auch Audacity kann den guten alten Technikergrundsatz nicht aushebeln:
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