MP3 in Tracks unterteilen

  • Hi,


    ich hab folgendes Problem.
    Ich hab ein grosses MP3 File eines Live Konzertes und möchte das gerne in einzelne Songs unterteilen. Ich kann zwar immer einen Song markieren und der Rest löschen und dann speichern aber das ist ja nicht wirklich Sinnvoll.
    Kann ich irgendwie eine Markierung setzen und sagen, ab hier nächster Song oder sowas?

  • Ok, hab das nun getestet und hat eigentlich ganz gut funkioniert.


    Nur eben nicht ganz so wie ich das gerne hätte.
    Ich hab zwar jetzt die einzelnen Songs und kann die auch auf CD brennen und dann einzeln anwählen nur ist es bene jetzt so dass man den Übergang hört. Man hört also deutlich wann der eine Song zu Ende ist und der nächste Anfängt. Bei ner Live CD kommt das nicht so toll.


    Gibts da noch ne andere Möglichkeit damit man das nicht hört?

  • wie lang ist denn die "lücke" die du hörst? zwei sekunden? das lässt sich in brennprogrammen einstellen, ob die einzeldateien als einzelne musikstücke mit der cd-typischen-2-sec-pause erscheinen oder "lückenlos".


    gruß


    andreas

  • Alles klar: Es knackst genau dann wenn Deine Schnittpunkte an einer Stelle liegen, an der das Audiosignal nicht "Null" ist (bei normalen Schallplatten oder CDs ist ja zwischen den Liedern eine Pause, da ist das sowieso so leise dass das niemand hört) - bei Liveaufnahmen ist zwischen den Liedern natürlich keine Pause, da muss man das per Hand suchen. Es gibt aber zum Glück auch so etwas wie eine Automatikfunktion im "Bearbeiten" Menü, die heisst "Überschneidungen finden" (das müsste eigentlich "Nulldurchgänge finden" heissen). Das funktioniert folgendermassen:


    Wenn Du mit Btr+B in der Textspur die Schnittmarke gesetzt hast (wie in der Anleitung vom Pennywize Punkt 5), zoomst Du (mit der Lupe) ziemlich weit in die Tonspur hinein bis Du die einzelnen "Berge und Täler" sehen kannst (ich glaube Du weisst was ich meine). Dann setzt Du mit der Maus eine kleine Markierung um die Textmarke drumrum (also einen kleinen Teil der Tonspur markieren, von kurz vor dem Fähnchen bis kurz dahinter). Dann gehts Du auf "Bearbeiten > Überschneidungen finden". Audacity springt jetzt von alleine auf den nächstmöglichen Schnittpunkt, an dem auf beiden Kanälen "Stille" ist (1 Sample reicht schon). Wenn Du zu weit "drin" bist kann es sein dass Du wieder eine Strufe rauszoomen musst um den Cursor wiederzufinden. Dahin muss Du dann die Textmarke verschieben, damit es beim Schneiden nicht knackst. Ist zwar ein bisschen Gefummel, aber das ist bei Liveaufnahmen leider nicht anders zu machen.

  • arbeitest du mit der 1.2.3? dann, in dem du sie als auswahl markierst, ausschneidest (strg+x) und wieder einfügst (strg+v); mit der 1.3 wird das dann einfacher mit der maus gehen.


    gruss andreas

  • Ja, ich hab die 1.2.3. Gibt es 1.3 denn überhaupt schon?


    Irgendwie klappt das mit dem auschneiden der gestzten Textmarken nicht. Kann ich die auch einfach wieder löschen?

  • 1. für linuxbastler ja: kann bei sourceforge als cvs bezogen werden und dann selbst-kompiliert ... - nicht die allerbequemste art zu audacity zu kommen, aber deine frage war ja auch "gibts das schon". ist sozusagen die ecke, bei der du den aktuellen (weiter-)entwicklungs-stand "ausprobieren" kannst; die "offizielle" 1.3.0 kommt in den nächsten (...) wochen


    2. textmarken ausschneiden geht so: in der textspur den bereich mit der maus als auswahl überstreichen/markieren, in dem sich die textmarke befindet; dann strg+x etc. pp.; löschen genau auf diese weise auch. oder text-beschriftungs-feld ganz leer löschen ("alle buchstaben raus") und dann enter /eingabetaste


    andreas

  • nochmal nachfrage: du hast einen bereich markiert ("auswahl" erzeugt) und diese markierung willst du - bei konstanter größe - verschieben? *die* funktion gibts jedenfalls nicht ...


    allerdings kannst du eine markierung aufziehen und sozusagen "hinter der" das audio verschieben. hilft das weiter?


    andreas

  • Ich möchte an der Audiodatei nix verschieben oder so. Ich möchte eine gesetzte Schnittmarke verschieben oder löschen. Denn nur wenn ich eine Schnittmarke setzte kann ich die "Überschneidung" suchen lassen um an der richtigen Stelle eine Schnittmarke zu setzten. Nun hab ich aber 2. Eine richtige und eine an der falschen Stelle. Das Problem ist nun die an der falschen Stelle wegzubekommen.

  • Aus der Onlinehilfe (Audacity Hilfe-Menü > Onlinehilfe): Thema Spuren > Textspuren:


    "Um eine oder mehrere Textmarken wieder zu löschen einfach den gewünschten Bereich in der Textspur markieren und mit "Stille" aus dem "Bearbeiten" Menü löschen. Man kann auch mit der Backspace-Taste alle Buchstaben löschen und dann die Return-Taste drücken."

  • Danke, das hab ich jetzt hinbekommen. Sorry wenn ich mich vielleicht etwas blöd anstelle.


    Nur besser geworden ist es nicht wirklich. Ich höre nach wie vor ganz deutlich den Übergang vom einen Song in den nächsten.

  • Mittelschwere CD-Forschungs-Baustelle:


    Also ich sitze hier jetzt tatsächlich schon seit mehreren Stunden und versuche eine CD ohne Aussetzer zwischen den Liedern zu brennen. Dabei habe ich mehrere wichtige Entdeckungen gemacht. Wenn man keine Löcher zwischen den Liedern haben will ist noch viel wichtiger als die Nulldurchgangsgeschichte dass man sich an das Datenformat der CD hält. Ein Datenblock auf einer CD ist 2352 byte gross was 588 16-bit samples entspricht. Wenn das Ende ersten Lieds z.B. mitten in einem Datenblock endet füllt das Brennprogramm den Rest des Datenblocks mit Nullen und es entsteht eine Lücke. Die ist aber meistens nicht so lang, dass man das als Aussetzer hört, sondern man hört dann nur einen kurzen Knacks. Das kann also auch das Problem sein.


    Jetzt habe ich festgestellt dass es dafür in Audacity bereits eine Automatikfunktion gibt, die das fast schon von alleine macht. Das geht folgendermassen:


    In Audacity unter "Ansicht > Auswahlformat einstellen" "CDDA Min:Sek:Frames" einstellen und danach unter "Bearbeiten > Einrasten an..." auf "Einrasten aktivieren" gehen. Ganz unten im Audacity Fenster muss jetzt "Position: (ein paar Zahlen) CDDA Min:Sek:Frames (75 Fps) Einrasten aktiviert" stehen. Wenn das so ist rastet der Cursor automatisch an der richtigen Stelle ein und man kann mit "Projekt > Text an Markierung hinzufügen (Ctrl+B)" gar keine falschen Schnittpunkte mehr setzen. Jedes exportierte Lied beginnt dann genau am Anfang eines Datenblocks und endet auch genau am Ende eines Datenblocks auf der CD. Alle Schnitte liegen damit automatisch zwischen zwei Datenblöcken und theoretisch kann dann gar nichts mehr knacksen, selbst wenn an dieser Stelle gar kein Nulldurchgang ist.


    So weit zur Theorie. Nach ungefähr zwanzig Fehlversuchen habe ich jetzt festgestellt dass so gut wie alle Windows Mediaplayer inklusive Winamp und PowerDVD was CD-Wiedergabe anbelangt der letzte Schrott sind. Nachdem mir das jetzt extrem seltsam vorkam dass es immer noch aussetzt und knackst, obwohl ich mehrere verschiedene Brenner ausprobiert habe und sich auch alles, wenn ich es von CD zurück nach wav gerippt und wieder aneinandergeschnitten habe, sich ohne Knackser und Aussetzer abspielen lässt, habe ich mal ein paar Live-CDs rausgekramt, von denen ich 100% weiss dass sie keine Aussetzer zwischen den Liedern haben, und auch damit geht es nicht. Blöderweise ist mein CD Spieler gerade Schrott, deshalb kann ich das jetzt gerade nur auf den Rechnerlaufwerken ausprobieren, wo ich aber mittlerweile felsenfest davon überzeugt bin dass es die Mediaplayer sind, die den Schrott produzieren. Wenn ich heute Abend (Nacht) wieder im Radio bin nehme ich mal die selbstgebrannten CDs mit und probiere das auf richtigen CD-Spielern aus.


    Deshalb wichtige Frage: hast Du das im Rechner oder auf einem richtigen CD-Spieler ausprobiert ? Oder ist das Geknackse sowohl im Rechner als auch auf einem richtigen CD-Spieler ?


    Was ich auch noch rausgefunden habe: Im letzten Nero-Fenster "Endgültige Brenneinstellungen" kann man unten unter "Mehr" nochmal ein Fenster aufmachen, da muss unbedingt unter "Brennmethode" "Disk-at-once" und untendran "Stille am Ende von .cda Tracks entfernen" angeklickt sein. "Disk-at-once" heisst, dass Nero erst alles auf der Festplatte zusammenrechnet und danach am Stück auf die CD schreibt. So können keine Löcher am Ende von Dateien entstehen nur weil Nero auf die nächste Datei warten muss (das ist die idiotensichere Methode).


    Ich melde mich heute Nacht nochmal, aber da liegst Du wahrscheinlich schon im Bett. Schreib' mir trotzdem nochmal bitte, wo Du das alles schon ausprobiert hast.