Posts by Ebs1

    Quote from edgar-rft:1273880171

    Gibt es irgendwo eine über längere Zeit verfügbare Internet-Informationsquelle, wo z.B. ein(e) fünfzehnjährige(r) Audacity-Erstbenutzer(in) lernen kann was bei einem Mikrofon wichtig ist und was nicht?


    Wie funktioniert ein Mikrofon? Hier wird von der Uni-Oldenburg unter "Physik für Kids" recht einfach ein dynamisches Mikrofon erklärt:
    http://www.physik.uni-oldenbur…ewas/musik/mikrophon.html


    Ein Fahrrad-Dynamo erzeugt ähnlich wie das dynamische Mikrofon seine Spannung.


    Wer möchte, der kann sich hier die Formel der Spannungserzeugung ansehen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dynamisches_Mikrofon


    Der Schallwechseldruck bewegt die Mikrofonmembran mit der Schwingspule und diese erzeugt eine Tonspannung.


    Viele Grüße


    PS: Lassen wir doch die Schallenergie, die Schallintensität und die elektrische Stromstärke draußen vor und kümmern wir uns lieber um die Audio-Spannung. Diese Erkenntnis hat bei mir schon etliche Jahre gedauert, während mein Physikstudium mich dabei in die Irre führte.

    Quote from edgar-rft

    Ich habe mal unter Jörg Wuttke: Studio Know-how - Das Mikrofon angefangen Material zu diesem Thema zu sammeln ...


    Durch Nachträge wurde die Reihe von Vorlesungsteilen, die jedem mit Mikrofonen befassten Anwender zu empfehlen ist, ganz beträchtlich erweitert; siehe:
    http://tonthemen.de/viewtopic.php?p=6192#6192
    Diese YouTube Videos des Vortrags vom Mikrofonentwickler Dipl-Ing. Jörg Wuttke sind bei einem Gastvortrag an der Hochschule der Medien Stuttgart entstanden. Vielleicht kann edgar-rft seine bisherige Liste unter:
    http://www.audacity-forum.de/thread/4272 damit noch erweitern.


    Quote from edgar-rft


    Eine ganz andere ... Frage, wenn hier schon alle Mikrofon-Spezialisten versammelt sind:
    * Gibt es irgendwo eine über längere Zeit verfügbare Internet-Informationsquelle, wo z. B. ein fünfzehnjähriger Audacity-Erstbenutzer lernen kann, was bei einem Mikrofon wichtig ist und was nicht?
    Also ich meine möglichst ... nach der "Sendung mit der Maus" Art erklärt?


    Auf diese Art kann man sicher anschaulich ein Schnurtelefon, auch Dosentelefon genannt, als Kinderspielzeug erklären.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schnurtelefon


    Die Erklärung, wie die Abstandsänderung d der Kondensatorplatten (Membran - Gegenelektrode) bei einem Kondensatormikrofon direkt Audiospannung U erzeugt, wird meine Oma sicher nicht verstehen, aber die sieht gerne die Sendung mit der Maus: siehe:
    http://www.sengpielaudio.com/K…pannungsteilerprinzip.pdf


    Jedenfalls ist es allein der Schallwechseldruck, der die Mikrofonmembranen und unsere Trommelfelle bewegt und dieser Schalldruck nimmt schlicht nach dem 1/r-Gesetz mit dem Abstand von der Schallquelle ab.


    Viele Grüße ebs

    Quote from ocrim:1215619579

    Der Beitrag liegt zwar schon etwas länger zurück, aber da ich meine Klappe nicht halten kann und das eben erst gelesen hab, muss ich doch noch einmal Staub aufwirbeln.


    Ocrim, schön dass du wirbelst! Zu diesem Thema "Großmembranmikrofon und Kleinmembranmikrofon" habe ich noch einiges nützliches beizusteuern.
    Es ist richtig, dass die Grenze zwischen dem, was man Klein- oder Großmembranmikrofon nennt, bei 1 Zoll = 2,5 cm liegt. Da aber bei Amateuren sich die "Großmembranmikrofone" besser verkaufen lassen (viel Mikrofon fürs Geld), benennen einige Firmen ihre Mikrofone mit Membranen von 3/4 Zoll großzügig auch schon mit "Großmembran". Nebenbei, Kleinmembranmikrofone sind klangneutraler als Großmembranmikrofone, weil ihr Mikrofonkörper weniger im Schallfeld stört; siehe:
    Jörg Wuttke: Studio Know-how – Das Mikrofon – Das Großmembran-Dogma und dessen wahrer Kern

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    Weitere Informationen zu diesem Thema - "Großmembranmikrofon und Kleinmembranmikrofon im Vergleich":


    Großmembranmikrofon TLM 103 und Kleinmembranmikrofon KM 120, KM 130, KM 131 zum Vergleich.
    http://www.sengpielaudio.com/G…ofonKleinmembranDaten.pdf


    Vergleich Richtcharakteristik Niere - Großmembran und Kleinmembran
    http://www.sengpielaudio.com/V…iereGrossKleinmembran.pdf


    Lesenswerter Text aber auf Englisch - "Large vs. small microphon diaphragms":
    http://www.sengpielaudio.com/L…llDiaphragms-TwoParts.pdf


    Viele Grüße ebs

    Hallo edgar-rft,


    danke, dass du mich mit der Meinung unterstützt, dass alte Postings mit offensichtlichen Fehlern mindestens einer Anmerkung bedürfen.
    In anderen Foren wurde ich vom Administrator beschimpft, wie ich dazu komme, solche alten Postings wieder ans Licht zu holen. Und damit keine Diskussion beginnt, wurde mein Posting gelöscht und dieser Thread dann geschlossen. Das war dann "die" Lösung.
    Wir beide müssen nicht einer Meinung sein. Auch das kann nämlich die Gedanken anregen - wenn nicht gleich, dann manchmal eben später. Auch muss ich nicht unbedingt Recht haben.
    Was bestimmt nicht kommen wird, dass ich persönlich werde und andere Beifall klatschen, wenn Blut fließt.
    Es lebe die gesamte analoge und digitale Tontechnik!


    Viele Grüße ebs

    Wie hoffentlich in meinen bisherigen beiden Postings zu erkennen war, geht es mir allein um die Sache der Tontechnik, der Akustik und der Elektrotechnik, wobei häufig physikalische Sachverhalte weniger korrekt dargestellt wurden.
    Die nützliche Tätigkeit von edgar-rft mit den speziellen Ratschlägen rund um den freien Audioeditor und -rekorder Audacity habe ich jahrelang verfolgt und halte sie für großartig.
    Erst kürzlich bin ich in dieses Forum eingestiegen, weil ich finde, dass hier gemachte unrichtige Aussagen und Gedankengänge nicht kommentarlos und unwidersprochen so stehen bleiben sollten.


    Quote from edgar-rft

    Die schlechte Nachricht ist: es gibt in der ektrotechnischen Realität keine Spannungsanpassung, bei der weder der Strom noch die Leistung eine Rolle spielen (das gilt für alle anderen elektrischen "Anpassungen" im Kreis herum genauso).


    Quote from ebs1

    In der Tontechnik gibt es in der Realität keine Spannungsanpassung? Das ist höchst interessant. Das Gegenteil ist jedoch richtig.


    Diesen Satz muss ich kommentarlos wiederholen, weil er möglicherweise im Posting von Edgar verloren ging. Denn Edgar meint, das habe ich nirgendswo geschrieben.


    Quote from ebs1

    Alle mir bekannten Mikrofonentwickler, wie Peuss, Schneider, Hibbing, Wuttke und Wittek stimmen mit mir überein, dass das Kondensatormikrofon als "Sensor" den Schallwechseldruck p direkt in Audiospannung U umsetzt


    Quote from edgar-rft

    Wie ich bereits oben erklärt habe ist eine Signalübertragung nur durch eine Spannung allein physikalisch nicht möglich. Auch kann in der Physik eine Energie nur in eine andere Energie umgewandelt werden und eine elektrische Energie ist nun mal die elektrische Leistung und nicht die elektrische Spannung. Die Spannung ist nur ein Teil der der elektrischen Leistung, weshalb ein Schalldruck auch nicht direkt in eine Spannung umgewandelt werden kann, das ist physikalischer Unsinn.


    Was macht ein digitales Aufzeichnungsgerät? Die analogen Eingangssignale werden durch A/D-Wandler gewandelt und als Einsen und Nullen digital gespeichert. Was wird denn gewandelt? Das ist der jeweilige zeitliche Zustand des Audiospannungssignals als Zahlenwert. Nach der digitalen Aufzeichnung können die Einsen und Nullen im richtigen Takt durch den D/A-Wandler wieder in zusammenhängende Audiospannungswerte zurückgewandelt werden, die wir uns über Verstärker und Lautsprecher dann anhören können. Wie man erkennt, handelt es sich vom Prinzip her um die Aufzeichnung und Wiedergabe von Audiospannungssignalen.
    Man kümmere sich mal nicht so sehr darum, dass in jedem elektrischen Gerät zum Betrieb Leistung = Spannung mal Stromstärke notwendig sind.
    Der Knackpunkt ist, dass immer der jeweilige zeitrichtige Audiospannungszustand (analog oder digital) übertragen wird. Diese Gedanken können wir auf das Mikrofon, den Verstärker und den Lautsprecher übertragen. Wie schön, dass man mit einem Equalizer die Spannungsamplitudenwerte je nach Frequenz nutzbringend zur Klangveränderung verbiegen kann.


    Quote from ebs1

    Wenn man sich intensiv und aktiv mit der aufnehmenden "Tontechnik" befasst, ist es empfehlenswert, sich etwas weniger mit der Schallleistung, der elektrischen Leistung und der Schallintensität als Ergiegröße zu befassen und sich etwas mehr um den Schallwechseldruck und die Audiospannung als Feldgröße zu kümmern.


    Quote from edgar-rft

    Das ist richtig, aber auch Tontechnikern schadet es mit Sicherheit nicht zumindest ein paar Grundschulkenntnisse in Elektrotechnik zu haben.



    Deshalb sind hier ein paar dieser Grundkenntnisse zu finden:
    "Anpassung in der Tonstudiotechnik ist Spannungsanpassung"
    http://www.sengpielaudio.com/A…InDerTonstudiotechnik.pdf
    "Zusammenhang der physikalischen Größen - Elektrische Spannung U, Strom I, Widerstand R, Impedanz Z, Leistung P"
    http://www.sengpielaudio.com/Rechner-ohm.htm
    Umrechnen von Schallgrößen (Pegel) - Schalldruckpegel, SPL in Schalldruck und Schall-Intensität
    http://www.sengpielaudio.com/Rechner-schallpegel.htm


    Viele Grüße ebs


    PS:
    Anmerkung zu einem anderen Thema:
    "Der Schalldruck nimmt eben wirklich nicht mit dem Quadrat der Entfernung ab.":
    http://www.audacity-forum.de/post/19610

    Quote from edgar-rft:1114487936

    Für Außenaufnahmen brauchst Du ausserdem einen Vorverstärker, der wesentlich weniger rauscht als der in einem Mischpult (oder in einem Minidisk). Grund ist der: bei Innenraum-Sprachaufnahmen ist die Schallquelle (Deine Stimme) nur ca. einen halben Meter vom Mikrophon entfernt, bei Außenaufnahmen meistens fünf bis zehn Meter oder mehr und der Schalldruck nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab. Der Aufwand für Außenaufnahmen ist explosionsartig viel mehr als der für reine Innenraum-Sprachaufnahmen.


    Seit mehr als 5 Jahren steht ein Satz unwidersprochen hier: "Der Schalldruck nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab." Weil in dem Posting diese Aussage falsch ist, möchte ich darauf aufmerksam machen:
    "Newsgroups: Falsche Abnahme vom Schalldruck mit der Entfernung zur Schallquelle – Ohne Quadrat ist richtig: p ~ 1 / r"
    http://www.sengpielaudio.com/F…lldrucksMitEntfernung.pdf


    Wer etwas mehr darüber erfahren möchte, der möge bitte hier lesen:
    "Schalldruck p und das reziproke Abstandsgesetz 1/r"
    http://www.sengpielaudio.com/Rechner-abstandsgesetz.htm
    Das reziproke Abstandsgesetz 1/r gilt für das Abstandsverhalten von Schallfeldgrößen, wie dem Schalldruck.
    Das reziproke Quadratgesetz 1/r² gilt für das Abstandsverhalten von Schallenergiegrößen, wie der Schallintensität.
    Häufig wird die Schallintensität unrichtig mit dem Schalldruck gleichgesetzt.
    Ein Rat: Man sollte sich als Tontechniker der Tonaufnahme mehr um den Schalldruck als Schallfeldgröße kümmern.
    Der Schalldruck allein ist es, der mit seiner Wirkung unsere Trommelfelle bewegt, aber auch die Mikrofonmembranen.


    Mir geht es um die Sache der Tontechnik, der Akustik und der Elektrotechnik, wobei häufig Sachverhalte weniger korrekt dargestellt sind. Die wirklich nutzbringende Tätigkeit von edgar-rft mit den speziellen Ratschlägen zur freien Open-Source-Software Audacity® habe ich über Jahre verfolgt und halte sie für bewundernswert. Erst kürzlich bin ich in dieses Forum eingetreten, weil die hier zu findenden eindeutig unrichtigen Aussagen nicht kommentarlos so stehen bleiben sollten.


    Administratoren sind häufig ungehalten, wenn man über fünf Jahre alte Postings "aufwärmt", weil die ja so schrecklich alt sind. Dagegen muss ich sagen, dass Google unsere Anfänger auch auf diese alten Seiten verweist und dort eben unkorrigierte falsche Angaben stehen. Das muss doch nicht sein. Auch alte Themen sind für Anfänger immer wieder völlig neu und frisch. In der Lehre des Grundwissens gibt es kein Verfallsdatum.


    Viele Grüße ebs

    Quote from edgar-rft


    Der zweite Satz ist leider blanker Unsinn und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht:
    Der Übertragungsfaktor von Mikrofonen wird einzig und allein deshalb in mV/Pa angegeben weil es sich beim Anschluss eines Mikrofons an den nachfolgenden Vorverstärker in der Tontechnik um eine elektrische Spannungsanpassung handelt. Der elektrische Strom und die elektrische Leistung spielen bei einer Spannungsanpassung nur eine untergeordnete Rolle und werden in Berechnungen daher meist ignoriert, sind aber deshalb trotzdem nicht unwichtig. In der Fernmeldetechnik (Telefon), wo meist aus Gründen der Energie-Effizienz (Spannungsanpassung = Energieverschwendung) statt der Spannungsanpassung eine elektrische Leistungsanpassung verwendet wird spielen der elektrische Strom und die elektrische Leistung eines Mikrofons sehr wohl eine wichtige Rolle.


    Nichts ist blanker Unsinn! Alle mir bekannten Mikrofonentwickler, wie Peuss, Schneider, Hibbing und Wuttke stimmen mit mir überein, dass das Kondensatormikrofon als "Sensor" den Schallwechseldruck p direkt in Audiospannung U umsetzt; siehe:
    "Kondensatormikrofon und das Spannungsteilerprinzip" http://www.sengpielaudio.com/K…pannungsteilerprinzip.pdf
    Dicht hinter dem Kondensator (Membran + Gegenelektrode) sitzt kein Verstärker, sondern ein "Impedanzwandler", der die Kondensatorgrößenänderung durch den Schalldruck direkt als Audiospannung am Mikrofonausgang ausgibt. Der Name "Mikrofonverstärker" ist so eingeführt, wobei man wissen sollte, dass hier keine Tonspannungen verstärkt werden. Mit Spannungsanpassung Ri < Ra geht es dann an den Mikrofonvorverstärker weiter. Die in der Telefontechnik angewendete Leistungsanpassung spielt in der Tontechnik keine Rolle; siehe:
    "Anpassung in der Tonstudiotechnik - Spannungsanpassung" http://www.sengpielaudio.com/A…InDerTonstudiotechnik.pdf
    Wir Tonverantwortlichen arbeiten bei der abgebildeten Kurve allein weit auf der rechten Seite, also fast im "Leerlauf". Wer dabei an Leistung denkt, der liegt bestimmt falsch.


    Quote from edgar-rft


    Die schlechte Nachricht ist: es gibt in der ektrotechnischen Realität keine Spannungsanpassung, bei der weder der Strom noch die Leistung eine Rolle spielen (das gilt für alle anderen elektrischen "Anpassungen" im Kreis herum genauso).


    In der Tontechnik gibt es in der Realität keine Spannungsanpassung? Das ist höchst interessant. Das Gegenteil ist jedoch richtig.


    Quote from edgar-rft


    Zusammenfassung: Die "Proportionalität" der Ausgangsspannung eines Mikrofons zum Schalldruck ist leider eine reine Wunschtraumvorstellung. Richtig ist, dass die Ausgangsspannung steigt, wenn der Schalldruck steigt bzw. die Ausgangsspannung sinkt wenn der Schalldruck sinkt. Der Zusammenhang ist aber nicht linear sondern sehr komplex.
    Es geht mit hier nicht darum an allem herumzunörgeln sondern es ist sehr wichtig im Kopf zu behalten dass es *kein* einziges Mikrofon gibt dass sowohl den kompletten Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz linear aufnehmen kann als auch alle Schalldruckbereiche mit linearer Proportionalität in eine elektrische Ausgangsspannung umwandeln kann (es gibt übrigens auch keinen einzigen Lautsprecher der das Umgekehrte kann).


    Die Ausgangsspannung eines Mikrofons ist wirklich zum Schalldruck proportional. Ein Mikrofon ist ein Sensor der die Luftdruckschwankungen sozusagen leistungslos in Spannung umwandelt. Ein Lautsprecher ist etwas anderes, denn der muss mit seiner Membran anstrengend viel Luft bewegen. Dazu gehört Membranschnelle und auch Leistung. Darum muss ein Lautsprecher um tiefe Frequenzen wiederzugeben eben auch schön groß sein. Das trifft für Mikrofone eben nicht zu. Ein Mikrofon sollte schön klein sein, um korrekt auch tiefe Frequenzen aufzunehmen. Das steht im Gegensatz zur Beliebtheit von großen Mikrofonen bei den Amateuren; siehe:
    Wuttke: "Das Großmembran-Dogma und dessen wahrer Kern"

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    Quote from edgar-rft


    Hintergrundinformation (weil es aus dieser Diskussion nicht klar ersichtlich ist):
    saint.itch will einen elektrischen Vorverstärker für sein Mikrofon bauen, der möglichst wenig rauscht. Wie soll saint.itch die Eingangsstufe des Vorverstärkers berechnen wenn er den Ausgangsstrom des Mikrofons nicht kennt?


    Er sollte eine besonders rauscharme Spannungsquelle nehmen, also ein sehr gutes Mikrofon und dazu einen rauscharmen Spannungsverstärker bauen; siehe:
    "Rauschspannung - Thermisches Rauschen oder Wärmerauschen" http://www.sengpielaudio.com/Rechner-rauschen.htm
    Nebenbei, der Mikrofonvorverstärker ist eindeutig ein Spannungsverstärker.


    Wenn man sich intensiv und aktiv mit der aufnehmenden "Tontechnik" befasst, ist es empfehlenswert, sich etwas weniger mit der Schallleistung, der elektrischen Leistung und der Schallintensität als Ergiegröße zu befassen und sich etwas mehr um den Schallwechseldruck und die Audiospannung als Feldgröße zu kümmern.


    Viele Grüße ebs

    Betreff: Mikrofone wandeln direkt den Schallwechseldruck in Audiospannung um


    Dieses ist ein gutes und interessantes Posting von edgar.rft, jedoch sollten einige Punkte daraus hier nicht unwidersprochen bleiben.


    Quote from edgar-rft:1270902630

    * Jedes Mikrofon ist nichts anderes als ein Messwandler, der einen mechanischen Luftdruck in eine elektrische Leistung umwandelt.


    Einspruch. Die Empfindlichkeit oder der Übertragungsfaktor von Mikrofonen wird üblicherweise in mV/Pa, also Spannung pro Schallwechseldruck angegeben. Das weist deutlich darauf hin, dass der Schallwechseldruck p in Pa, der auf die Membran des Sensors fällt direkt proportional der gewandelten Spannung U in Millivolt ist. Hier wirkt allein der Schalldruck als Schallfeldgröße. Unser Gehör hat dabei wichtige Trommelfelle und allein der Schalldruck kann diese bewegen. Vergiss die Leistung; siehe - "Schalldruck und Schallleistung – Wirkung und Ursache": http://www.sengpielaudio.com/S…ruckUndSchallleistung.pdf


    Mikrofonmembranen werden auch nur durch den Schalldruck in Bewegung gesetzt.
    Schallleistung und Schallintensität, also Schallintensitätsgrößen haben nichts am Mikrofon und an den Trommelfellen zu suchen.


    Quote from edgar-rft:1270902630

    * Der mechanische Luftdruck ist der einzig sinnvolle Referenzwert, weil er direkt der physikalischen "Lautstärke" entspricht. …
    Der "mechanische Luftdruck" ist das, was die Ohren als "Lautstärke" wahrnehmen (was das Gehirn als Lautstärke wahrnimmt ist eine andere Geschichte).


    Der (mechanische) Luftdruck entspricht nicht der physikalischen "Lautstärke". Der Luftdruck ist der hydrostatische Druck der Luft, der durch die Gewichtskraft der Luftsäule wirkt, die auf der Erdoberfläche oder einem auf ihr befindlichen Körper steht. Der mittlere Luftdruck der Atmosphäre auf Meereshöhe beträgt 101325 Pascal (Pa). Der Luftdruck ist nicht mit dem Schallwechseldruck (Schalldruck) zu verwechseln, denn der Schalldruck ist dem Luftdruck überlagert.


    Der Schalldruck als Luftdruckschwankung ist nicht der Luftdruck ; siehe:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Luftdruck und http://de.wikipedia.org/wiki/Schalldruck


    Lautstärke ist eine "Empfindung" der Lautheit. Die persönlich wahrgenommene Lautstärke ist eine psychoakustische Größe, die von mehreren Faktoren abhängt: dem Schalldruckpegel, dem Frequenzspektrum, sowie dem Zeitverhalten des Schalls. Das ist "richtig" überhaupt nicht zu messen. Messen kann man dagegen den Schalldruck bzw. den Schalldruckpegel. Also Vorsicht bei der Verwendung der psychoakustisch empfundenen "Lautstärke"; siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Lautst%C3%A4rke


    Quote from edgar-rft:1270902630

    Eine "Impedanz" ist ein frequenzabhängiger Widerstand. Weil ein Mikrofon nicht alle Frequenzen gleich laut aufnehmen kann, was verschiedene sowohl akustische wie auch elektrische Gründe hat, wird in Datenblättern oft nicht vom "Widerstand" eines Mikrofons sondern von der "Impedanz" eines Mikrofons gesprochen.


    Es ist üblich, den wirklichen Wert der Ausgangsimpedanz eines Mikrofons allein bei 1 kHz als Nennimpedanz anzugeben. In der Umgangssprache der Tontechniker wird "Ausgangsimpedanz des Mikrofons" meistens mit Ausgangswiderstand oder auch mit Quellwiderstand oder Innenwiderstand bezeichnet. Die Worte "gleich laut" sollten durch "mit gleichem Pegel" ersetzt werden, weil "gleich laut" zum schwammigen Begriff der Psycho-Akustik gehört.


    Quote from edgar-rft:1270902630

    Die "Ausgangsleistung" und der "Ausgangsstrom", die meist nirgendswo angegeben sind, weil sie direkt auch so gut wie nie gebraucht werden, können mit Hilfe des Ohm'sches Gesetzes folgendermassen zurückrekonstruiert werden.


    Hier sollte nichts zurückrekonstruiert werden. Zu Recht wird das nirgends angegeben und edgar-rft schreibt ja auch: "weil das direkt auch "so gut wie nie" gebraucht wird". Also: ganz schnell vergessen!


    Weitere Gedankenhilfen zu Mikrofonen und der Schallwandlung:
    Mikrofon-Empfindlichkeit und Übertragungsfaktor in mV/Pa:
    http://www.sengpielaudio.com/Rechner-sensitivity.htm
    Zusammenschalten von zwei Audio-Geräten - Mikrofon und Mikrofonvorverstärker:
    http://www.sengpielaudio.com/Rechner-spannungsanpassung.htm
    Prinzip der elektro-akustischen Wandlung
    http://www.sengpielaudio.com/P…o-AkustischenWandlung.pdf


    Viele Grüße ebs
    http://www.sengpielaudio.com