Posts by Uli Nobbe

    In dem Fall ist der USB-Plattenspieler das Audio-Interface.
    Es kann unter dem Namen des Geräts in der Auswahlliste erscheinen, oder einfach nur als "USB Audio-Codec".


    Unter Windows 10 kommt man durch einen Rechtsklick auf das Lautsprecher-Symbol (rechts unten) in die Sound-Einstellungen. Dort kann man sehen, welche Eingabegeräte zur Verfügung stehen. Diese kann man auch unter Audacity auswählen.


    In Audacity ist es empfehlenswert, als Audiohost "WASAPI" auszuwählen.
    Ein Tipp noch: Wird der USB-Plattenspieler eingesteckt, nachdem (!) Audacity gestartet wurde und bereits läuft, müssen die Audio-Geräte neu durchsucht werden (ein Punkt im Menue).


    Viel Erfolg und Grüße nach Québec.

    Heinz Becker? bibi? Mit diesem Deutsch? Hmmm.... :huh:
    Na gut:


    Quote from bibi1944

    Erstaunlicherweise funktioniert es nur ueber das Mikrophone.


    Nein.
    Audacity nimmt grundsätzlich über jede Soundkarte (!) - Audio-Interface - auf, die von Windows erkannt wird. Audacity erkennt keine Mikrofone, Tapedecks oder DJ-Consolen.
    Ein Mikrofon oder ein CD-Player oder ein Smartphone oder oder werden entweder über die Soundkarte angeschlosssen - oder sind selber eine (z.B. USB-Mikrofone: Da ist das Audio-Interface schon fest drin verbaut).


    Die Frage ist also: Woran ist der Plattenspieler angeschlossen?
    Dieses Device muss dann in Audacity ausgewählt werden.


    Alle anderen Probleme liegen dann an der Hardware, aber nicht am Programm. Audacity nimmt das, was vom Betriebssystem kommt.

    Ich hatte ja gehofft, dass sich Frank dieser Sache annimmt. Von mir gibt es nur Basiswissen in aller Kürze:


    Ein Tape sollte so abgespielt werden, wie es aufgenommen wurde (Bandmaterial, Dolby NR etc. pp.).
    Die Aufnahme soll so sauber wie nur irgend möglich in Audacity kommen; was während der Aufnahme vermurkst wurde, kriegt man fast gar nicht mehr raus, bzw. man erkauft sich eine Verbesserung in einem Punkt mit der Verschlechterung in einem anderen.


    Gerade bei der Rauschverminderung (!) ist es ja so, dass Audacity ein bestimmtes Muster-Sample rein mathematisch herausrechnet. Davon sind in aller Regel aber auch Frequenzen aus dem Sprach- und Musikbereich betroffen, die dann - schlimmstenfalls hörbar - fehlen. So ein Programm kann nun mal nicht zwischen "gut" und "böse" bzw. zwischen Nutz- und Störsignal unterscheiden.


    Wenn also der passende Dolby-Filter hier schon bei der Aufnahme mehr bewirken kann, dann solltest Du ihn auch anwenden. Audacity kann die in einem guten Cassettendeck vorhanden Einstellungen nicht kopieren oder gar kompensieren.

    Quote from Alien01:1527572691

    (...) nach der ich dann die so oft schon gelesene 2/3 Regel anwenden kann


    Ich habe diese Regel jetzt nicht so oft gelesen wie Du (soll heißen: In dem Zusammenhang gar nicht) und ich bezweifle auch, dass sie in diesem Fall Allgemeingültigkeit besitzt.


    Wir bewegen uns hier in einer digitalen Welt, und da heißt es vor allem: Nicht clippen! Ansonsten ist bei den Peaks bis zu -0,01 dBFS theoretisch fast alles erlaubt.
    Inwiefern da jetzt irgendwelche 2/3 (von was eigentlich?) einen qualitativen Vorteil bringen sollen, möge mir bitte mal jemand logisch nachvollziehbar erklären.


    Und noch was: Selbst in der digitalen Welt wird immer noch in dB (FS) gerechnet, auch wenn sie stellenweise loudness units (LUFS) heißen. Wenn Du in der Wellenform nämlich von diesem 0-1 (linear) auf dB (relativ) umschaltest, sieht Deine Wellenform plötzlich ganz anders aus.
    Es wäre von der Skalierung her komplett sinnfrei, in der relativen (logarithmischen!) Welt der dB nach 2/3 zu rechnen. Streng genommen, und hier wird es richtig lustig, müssten wir nach dem RMS-Zielwert in LUFS rechnen, bei gleichzeitiger Begrenzung der Peaks auf -1 dbFS. Aber so weit ist Audacity - leider - noch nicht.


    Jetzt mal einen Sprung zurück, da wir beide ja noch aus der Cassettenzeit zu stammen scheinen: Wie haben wir denn früher vom Radio aufgenommen, ohne Referenzwert, am analogen VU-Meter? Da gab's auch keinen Probedurchgang.
    Na gut, mit Schallplatte: Hast Du da auch die ganze Platte durchgehört und auf das VU-Meter gestarrt, wann es die +3 (!) übersprang?


    Ich glaube, Du machst Dir das Leben im Augenblick ein wenig zu schwer.
    Wo würdest Du denn die lauteste Stelle im Hörspiel vermuten? Welches Ereignis müsste theoretisch am lautesten sein? Vielleicht ist es gar der Opener?


    Quote from Alien01:1527572691

    Man will ja schließlich keine ständigen Lautstärkewechsel im Material.


    Hier unterliegst Du meiner Meinung nach einem Irrtum. Bei der Übertragung des Materials wird keinerlei Lautstärkeanpassung vorgenommen. Vielmehr bleibt die ursprüngliche Dynamik erhalten - und das ist auch gut so!
    Dieser Unfug der angeblich zwingend notwendigen Lautheitsangleichung muss endlich mal gebremst werden. Solltest Du es dennoch möglichst platt haben wollen - na gut, Audacity hat für solche Fälle auch ein Werkzeug zur Reduzierung der Dynamik parat. Aber das geht erst in einem zweiten Schritt.


    Quote from Alien01:1527572691

    Hintergrund ist ja, das ich bei einigen Tests ähnlicher Art in der Vergangenheit festgestellt zu haben meine, dass eine nachträgliche Anhebung der Lautstärke zu leise aufgenommenen Tons (sogar "EDV intern" aus dem Netz scheinbar klanglich einwandfreiem Ton) zu unschönem, bei Bearbeitung intensitätsabhänbigen Rauschen und klirren führte und bei Verminderung der Lautstärke zu laut aufgenommenen Tons zu knacken. Und sowas will man ja nicht.


    "EDV-intern", wie süß.
    Wenn das nicht ein 1a loopback innerhalb der Soundkarte noch vor dem D/A-A/D-Wandler war, dann war da absolut gar nichts mehr "intern" - Grüße aus der analogen Welt. Bloß weil etwas "aus dem Netz" kommt, heißt das noch lange nicht, dass es auch wirklich konsequent digital weiterverarbeitet wurde.


    * Wenn es in der Nachbearbeitung gerauscht hat, war entweder das Ausgangsmaterial Schrott oder die Soundkarte grottig (wobei auch hier ein mögliches - doppeltes? - Durchlaufen des A/D-Wandlers denkbar wäre).


    * Ein Knacksen in der Aufnahme deutet weniger auf Verstärkungsprobleme hin, sondern auf ein anderes Aufnahmeproblem. Die Hinweise reichen von unsauber getakteten Soundkarten über Sampling-Probleme bis hin zu Problemen mit Multicore-Prozessoren. Die Bandbreite ist riesig, aber Knackser infolge Lautstärkenänderung wären jetzt auch mir neu.


    Quote from Alien01:1527572691

    So zum Beispiel, was es mit dem Balance Knopf genau auf sich hat, welchen mein altes Tapedeck (Kenwood KX-W2050) aufweisst. Wozu genau dient er und was bringt er?


    Eine Bedienungsanleitung zu dem Gerät sollte die beste Hilfe für Dich sein.


    Quote from Alien01:1527572691

    Und wohl erstmal als Letztes, die Frage nach der Rauschunterdrückung. Sollte man diese, falls vorhanden, am Tapedeck direkt einschalten, vorausgesetzt man kennt das verwendete System sowie auch Bandmaterial, oder sie lieber ausgeschaltet und am Ende die Rauschunterdrückung von Audacity Plugins erledigen lassen.


    Du hast diese Frage schon mal gestellt, in einem anderen Thread. Ich bin kein so großer Freund von Crossposting.
    Dort hatte ich eigentlich auf einen anderen Spezialisten gehofft, der sich bislang aber noch nicht gemeldet hat.

    Quote from Percemon

    Also wie bei einer Strippe, einem Stück Band, 90cm, an Position 30 und 60 durchschneiden


    Ja, verstanden. In dem Fall markierst Du eben den Bereich von 30 (linke Auswahlgrenze) bis 60 (rechte Auswahlgrenze) und arbeitest dann damit.


    Das ist hier die Grundfunktion: Die Markierung.
    Was Du dann danach in dem Bereich machst (Löschen / in neue Tonspur / Kompressor / Equalizer / Stille entfernen etc. pp.) ist wieder eine ganz andere Frage. Du musst dafür nicht jedes mal neu markieren.


    Es ist im Grunde genommen wie bei einer Textverarbeitung: Erst den Text markieren, der geändert werden soll, dann damit arbeiten. Übertragen auf Dein Beispiel würde das heißen:
    Dem LibreOffice Writer (als Beispiel) sagst Du ja auch nicht zu Beginn eines Wortes per [m]Strg+irgendwas[/m], um z.B. einen Absatz per cut & paste an eine andere Stelle zu versetzen. Das Programm wüsste schon gerne vorher, um welchen Absatz es überhaupt geht.


    Vielleicht hilft Dir diese Denke etwas weiter.
    Es gibt, generell, beim Schnitt kein Universalrezept. Audacity z.B. gehört, im Vergleich zu den teureren Programmen, zu den so genannten "destruktiv" schneidenden Programmen; es gibt hier also kein(e) Clipboard(s), in denen Du markierte und ggf. zu verschiebene Abschnitte parken und wieder abholen kannst. Andere - kostenpflichtige! - Programme arbeiten da meist anders.


    Deine gewünschte Arbeitsmethode lese ich hier, glaube ich, zum ersten Mal. Ist zumindest eine neue Idee, die ich so noch nicht kannte.

    Du gehst davon aus, dass man einen Anfang wählt, "schneiden" wählt und dann das Ende.
    Audacity arbeitet anders.


    Markiere den Bereich, den Du geschnitten / kopiert etc, haben möchtest. Dadurch, dass der Bereich markiert ist, kannst Du ihn vorher auch noch mal kontrollhören und ggf. die Grenzen der Markierung verschieben.
    Danach wählst Du im Menü [m]Bearbeiten[/m] z.B. [m]Duplizieren (Strg+D)[/m] - würde ich empfehlen - oder eben ausschneiden oder oder. Wie Du eben arbeiten möchtest.


    Ein Stück einer Datei, wie Du es formulierst, ist immer durch einen Auswahlbeginn und ein Auswahlende gekennzeichnet - und genau das ist der ausgewählte Ton, um den Audacity Dich bittet.


    Geht es Dir hingegen um eine Trennung an einem bestimmten Punkt, könntest Du an jenem Auswahlpunkt z.B. "Stille einfügen", was ich hier aber nicht für sinnvoll erachte.


    Quote from Percemon

    (Nur mal so vor mich hingemurmelt: Wäre es nicht sinnvoll, die wichtigsten Schneidefunktionen wie "Bereich ausschneiden" oder "an bestimmter Stelle trennen" etc unter einem Symbol mit dropdown-menue zusammenzufassen?).


    Zu diesem Zweck sind viele Funktionen bei Audacity mit Shortcuts belegt - auch diese. Das hat sich in der Praxis als recht hilfreich herausgestellt.
    Und um es Dir noch bequemer zu machen, kannst Du Deine Lieblings-Funktionen mit individuellen Shortcuts belegen und die Vorgaben auf Deine persönlichen Verhältnisse anpassen ([m]Bearbeiten > Einstellungen > Tastatur[/m]). ;)

    Quote from Alien01

    Wenn ich diesen Beitrag hier richtig verstehe, kann ich dieses Problem automatisieren und von Audacity lösen lassen. Dazu müsste ich dann die Hörspielkassette einfach nur einmal komplett durchlaufen lassen, dann am Ende die entsprechenden Werte ablesen, mir diese merken und bei der "eigentlichen" Aufnahme vorgeben,


    Sehe ich das richtig?


    Nicht so ganz.
    Also zum einen sehe ich da keinen Auomatismus, und was in der Pegelanzeige zu sehen ist, ist auch kein Korrekturwert, sondern der tatsächliche digitale Spitzenpegel (dBFS).


    Du kannst während des Abhörens der Cassette auf den Pegelmesser für Aufnahme klicken, dann wird das ankommende Signal angezeigt. Dabei siehst Du neben der eigentlichen Aussteuerung zwei weitere Striche:


    * Der rote Strich vor dem Balken zeigt für einige Sekunden den zuletzt erreichten Spitzenpegel an.


    * Der blaue Strich bleibt stehen. Er zeigt an, welche Spitze in der gesamten Aussteuerung bislang erreicht wurde. Steht er auf Null = ganz rechts, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die 0 dBFS = Vollaussteuerung nicht nur erreicht, sondern vermutlich auch überschritten wurden.


    Im angehängten Screenshot kannst Du das ganz gut erkennen: Der blaue Strich markiert den bis dahin höchsten Peak von ca. -1 dBFS, auch wenn der Rest der Tonspur darunter zu bleiben scheint.
    In dem Fall ist ein weiteres Eingreifen nicht nötig.


    - Bitte lass' Dich nicht von der Größe, Form und Darstellung der Pegelanzeige irritieren, ich habe das Audacity-Standardlayout für meine Zwecke angepasst - :cool:


    Wenn also nach dem Probedurchlauf deiner Cassette(n) die Pegelanzeige so aussieht, kannst Du beruhigt aufnehmen; es wird keine rote Balken in der Wellenform geben, sofern aktiviert.
    Die tatsächlich gewünschte Lautstärke lässt sich später übrigens immer noch gut anpassen. Nur "zu leise" = gering sollte man nicht aussteuern, weil das bei einer möglichen späteren Verstärkung eventuelle Störgeräusche, z.B. Rauschen, mit hochziehen würde.

    Quote from freerideandy

    ich habe eine Tonspur erstellt die erst bei Sekunde 00:23 anfängt aber immer wenn ich diese Exportiere egal ob als MP3 oder Wav beginnt die exportierte Datei bei 00:00 Sekunden.


    Lass mich raten: Du hast den Beginn der Tonspur einfach auf Sekunde 23 verschoben und hast gehofft, dass das so auch exportiert wird. Richtig?
    Das geht so nicht, wenn da in den vorigen 23 Sekunden nicht schon ein "Signal" anliegt, z.B. auf einer Tonspur.


    Mein Tipp: Einfach für 23 Sekunden vor der Tonspur "Stille einfügen".
    Alternativ kannst Du auch eine zweite Tonspur anlegen, auf der Stille liegt und die erste Tonspur tatsächlich auf exakt Sekunde 23 verschieben.


    Hauptsache, die ersten 23 Sekunden sind nicht leer. Still = Null-Linie dürfen sie ja sein.
    Unterschied verstanden? ;)

    Hallo Gerd,


    ich zäume das Pferd mal von hinten auf:


    Quote from jazzyfips

    kann man irgendwo erkennen, ob Mitglieder zur Zeit überhaupt online sind? ? ?


    Ja. Unter "Mitglieder" siehst Du hinter jedem Nutzer, der gerade online ist, einen grünen Punkt.
    Das ist am wahrscheinlichsten bei den Nutzern mit der höchsten Beitragszahl, nach der Du sortieren kannst. Das ist zwar nicht immer so, aber - leider - sind Nutzer mit einer geringen Anzahl an Beiträgen erfahrungsgemäß eher Fragesteller als Antwortgeber, was ich sehr bedauere und auch gern ändern würde. Denn bestimmte Basisfragen können die meisten sicher beantworten - wenn sie denn der Community treu bleiben würden.


    Quote from jazzyfips

    Hoffentlich sind heute nicht alle in Sachen Pfingsten außer Haus............ ;)


    Würde Dir "Empfang des DFB-Pokalsiegers 2018 auf dem Frankfurter Römerberg" als Ausrede genügen? :cool:
    Zuletzt war Pfingsten nun mal deutlich häufiger und es hat 30 Jahre gedauert, bis der Pott wieder bei uns am Main angekommen ist. Hoffentlich muss ich nicht noch mal 30 Jahre warten - andernfalls werde ich das altersmäßig nicht mehr so locker wegstecken wie die Nummer heute resp. gestern. :D


    Nun denn, zu Audacity:


    Quote from jazzyfips

    momentan möchte ich in einer Audio-Datei (wav) eine kurze Passage etwas lauter machen. Zu Beginn der Bearbeitung hatte ich bereits "normalisiert" - ein erneutes Normalisieren macht die Passage aber gleich zu laut.


    Nein, normalisieren bringt hier nicht das, was Du erwartest; da kann der Effekt nicht mithalten. Ich ahne, was Du im Hinterkopf hattest, aber das ist jedenfalls nicht die Normalisierung.


    Meine Vorgehensweise wäre folgende:


    * Zuallererst würde ich die Tonspur auf die volle Höhe vergrößern, um besser arbeiten zu können (entweder über das Menü oder die Tastenkombination Strg+Shift+F).


    * Wähle das Hüllkurvenwerkzeug (F2).


    * Ziehe die gesamte Spur durch anfassen der oberen Linie gleichmäßig etwas niedriger, so dass Du etwas Luft nach oben bekommst.


    * Setze jetzt zu Beginn der Stelle, die lauter sein soll, einen (genau genommen: zwei) Punkt(e) des Hüllkurvenwerkzeugs und ziehe dort die Linie wieder etwas nach oben. Warum zwei? Du musst ja Beginn und Ende der Steigerung markieren, sonst bekämst Du vom Beginn der Aufnahme bis zur lautesten Stelle eine langsame, aber stetige Steigerung.


    * Das gleiche machst Du nun am Ende der lauteren Passage: Punkte setzen. Pegel wieder etwas senken - optimalerweise auf den vorherigen Wert (spätestens hier zeigt sich der Vorteil der auf Bildschirmhöhe vergrößerten Tonspur).


    * Gefällt Dir das Ergebnis beim Kontrollhören? Tipp: Zwischendurch auf das Auswahlwerkzeug umschalten (F1).


    * Wenn Du das gewünschte Ergebnis erreicht hast: Ganze Spur markieren und jetzt kannst Du gerne noch mal normalisieren - mit dem von Dir angedachten Spitzenpegel.


    Viel Erfolg!


    Gruß, Uli
    (kein echter Fußballfan im klassischen Sinne, aber das Ereignis durfte ich mir einfach nicht entgehen lassen!)

    Interessant. In der Fehlereingrenzung sieht erst mal alles richtig aus, Du scheinst keine Option ausgelassen zu haben.
    Na gut, das mit Mono / Stereo hat erst mal nichts zu bedeuten; auch der Spaß mit dem Einrasten hatte keinen Einfluss.
    Aber sonst...


    Trotzdem möchte ich, rein zum Verständnis, noch mal nachhaken:
    Du schreibst, Du hättest "alle Arten von Aufnahme Mikrofonen versucht" - und das offenbar am Laptop. Sofern das keine USB-Mikrofone waren (was bei einem "Samsung Kopfhörer Headset" sowie einem "kleines Ansteckmirko für Interviews" eher auf die Miniklinke schließen lässt), kannst Du in Audacity ja eigentlich nur die Laptop-interne Soundkarte ausgewählt haben, richtig? Oder welche anderen Auswahlmöglichkeiten sind da sonst noch am Start?


    Und, aktuell mein Liebling: Steht die Soundkarte auf "loopback" oder nicht? Kann man in dem kleinen Auswahlfenster nicht sofort erkennen, weshalb ich es bei mir größer gezogen habe (siehe Screenshot).

    Ja, und auch wenn Windows der Bösewicht ist: Prüft mal bitte, ob (bei WASAPI) die Soundkarte vielleicht auf "loopback" gestellt wurde. Damit kann man nämlich Streams aufnehmen, die durch die Soundkarte laufen, aber unabhängig von der Abhörlautstärke sind.
    Könnte ja sein, dass das Update beim herumfummeln an den Soundkarten da etwas verändert hat.

    Ich fürchte, das geht nicht. Du wirst die leisen Stimmen im Hintergrund nicht lauter bekommen, ohne die vordergründigen Stimmen mit hochzuziehen.
    Eventuell geht da was mit extremer Kompression, aber wirklich besser wird es dadurch bestimmt nicht. zumal sich das auch auf die ganzen Nebengeräusche auswirkt.


    Einen Versuch wäre es wert, aber das Ergebnis dürfte ernüchternd sein.


    Kulinarischer Vergleich: Du kannst aus einem fertigen Eintopf keine einzelne Komponente, die Du bei der Zubereitung verwendet hast, nachträglich stärker in den Vordergrund kochen.
    Oder aus einem Joghurtdressing den Joghurtanteil reduzieren, damit die verwendeten Kräuter geschmacklich stärker nach vorne kommen.

    Mir ist jetzt nichts von einer solchen "Automatik" bekannt.


    Wenn ich das richtig verstehe, gehst Du davon aus, dass Audacity über ein real-time Plugin verfügt, z.B. einen Kompressor oder gar ein AGC.
    Nein, ich glaube, das kann Audacity nicht. Die Effekte, die Du anwendest, kannst Du zwar vorhören, aber nicht während des Bearbeitungsprozesses schon live erleben.


    Könnte es eventuell sein, dass Du als Ausgabegerät eine Soundkarte gewählt hast - an der wiederum Dein Kopfhörer hängt -, die vielleicht so eine "Automatik" eingebaut hat?
    Manche Soundkarten / Interfaces haben solche Tools. Das hat aber nicht mit Audacity an sich zu tun.

    Quote from melody

    Ich kann immer nur alle gleichzeitig verschieben.
    (...)
    Leider scheint das nicht zu gehen.


    Wenn Du die Option "Spuren synchron halten" ausschaltest, solltest Du Erfolg haben.


    Quote from melody

    Außerdem möchte ich die einzelnen Spuren leise beginnen lassen, dann sollen sie laut werden, während dessen soll eine andere Spur leiser werden, etc..


    Zu diesem Zweck würde ich Dir raten, das Hüllkurvenwerkzeug zu benutzen.

    Ich habe noch einen Nachtrag, der Dir vielleicht helfen könnte.


    Als ich heute versucht habe, einen Stream-Mitschnitt über mein Audio-Interface (loopback) zu machen, gelang das zwar, aber im Feld des Aufnahmegeräts erschien nicht, wie gewohnt, der Name des Interfaces, sondern nur der der Produktfamilie. Diese Änderung muss mir wohl Windows da reingeprügelt haben.
    Beim 1709er Update war das nicht so, soll aber wohl vorgekommen sein, wie ich auf der Homepage meines Interface-Herstellers gelesen habe.


    Ich habe mir jetzt die aktuellen Treiber für mein Interface heruntergeladen und das Windows-Zeug überschrieben (Administrator-Ebene beachten!).
    Sofern es für Dein Gerät aktuelle Treiber gibt, solltest Du die laden und neu installieren, falls möglich. Offenbar scheint Windows 10 ein Treiber-Eigenleben zu führen und dem Nutzer vorzuschreiben, was gut für seine Geräte zu sein hat.


    Wenn Devices - wie bei mir - nahezu unbemerkt umbenannt werden, stehen sie so erst mal nicht wie gewohnt in den Anwendungen zur Verfügung (bei mir war es das Orban Loudness Meter, das stockte), obwohl das Device ganz selbstverständlich in Windows vorhanden ist.
    Vielleicht prüfst Du das noch mal in Audacity - eventuell heißt der USB-Plattenspieler jetzt einfach nur anders (und verwendet einen Windows-Treiber)?