Posts by vinylivo

    Quote from edgar-rft:1290806294


    Dithering macht nur einen Sinn wenn die elektrischen Aufnahmegeräte bereits Störgeräusche im 16-bit Bereich verursachen. Aber auch dann hängt die Frage "welches ist die beste Dithereing Einstellung" von der Frequenzverteilung der Störgeräusche im Audiobereich ab.


    Eine deutsche Wiki Seite zum Thema "Dithering" gibt es unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Dithering_(Audiotechnik)


    Das ist nicht wahr, dithering ERHÖHT die mögliche Dynamik eines begrenzten Audioformats wie 16-bit WAV von einem 32-bit float oder 24-bit Audio Projekt.


    Es ist genau umgekehrt, bei Produktionen mit extrem wenig Rauschen und hoher Dynamik erhöht das hinzufügen von Dithering-Rauschen die wahrnehmbare Tonqualität!


    Dass dem so ist kann man selber ausprobieren indem man zum Beispiel ein Musikstück in Audacity lädt, dann um 80dB abschwächt (Amplify -50dB & Amplify -30dB). Projekteinstellung 32-bit float. Nun das Resultat in den verschiedenen Dithering-Möglichkeiten (None, Rectangle, Triangle, Noise-Shaped) nach 16-bit WAV exportieren.
    Anschliessend die exportierten Dateien wieder in Audacity importieren und mit Effekt:Normalize... auf gut hörbaren Pegel bringen.
    Man höre sich die resultate an.
    Die Version OHNE Dithering klingt mit abstand am schlechtesten, wenn auch kein zusätzliches Rauschen vorhanden ist wie bei den andern Versionen. Das dazugemischte Rauschen erhöht die wahrgenommene Dynamik und damit kann selbst auf CD mit 16-bit mehr als 96dB Dynamik aufgenommen werden.
    Es ist klar dass bei eingeschaltetem Dithering das Resultat mehr rauscht. Jedoch ist dieses Rauschen selbst bei hoher Abspiellautstärke im Vergleich zum 'normalen' Signal kaum hörbar und verbessert doch die wahrgenommene Widergabequalität.


    Leider sind die Dithering-Implementierungen in Audacity zum Teil fehlerhaft. Die Energieinhalte (rms-pegel) des Dithering-Rauschens stimmen nicht mit dem notwendigen Mass für die Bittiefe überein, so ist zum Beispiel bei 'Rectangle' das dazugefügte Rauschen zu schwach und damit klingt das Resultat bei leisen Stellen wie 'abgehakt'. Bei 'Triangle' ist's ziemlich nahe am optimum, obwohl wahrscheinlich weniger nötig wäre um das Original-Signal korrekt abzubilden. Bei 'Shaped' ist der Rauschanteil eindeutig zu hoch, die Idee dahinter ist die Rauschenergie auf die Frequenzen zu verschieben in denen das Ohr weniger empfindlich ist. Das Konzept stimmt, nur einfach zu viel. Dies wird deutlich wenn man z.B. diesen Test mit einem professionellen Tool und 'pow-r' Dither wiederholt. Dort stimmen die Energieanteile. Und die Resultate klingen massiv besser als wenn man Dithering ganz ausschaltet. Eindeutig.


    Weniger problematisch ist das exportieren von Material das schon viel Rauschen enthält. In dem Fall maskiert das vorhandene Rauschen das dazukommende Quantisierungsrauschen bei der Wortbreiten-Reduktion von 32 oder 24-bit nach 16-bit.
    Ich benutze normalerweise Rectangle oder Triangle. Meistens reicht Rectangle aus, da im Quellmaterial auch schon Rauschen vorhanden ist und deshalb Triangle am Schluss eher mehr rauscht als nötig.


    Ich hoffe dass die Dithering-Algorithmen in Audacity irgendwann doch noch optimiert werden, dann ist dieses Tool wirklich Profi-würdig. Und das alles noch gratis!

    Hallo Leute,


    Hab schon diverse Versuche unternommen mit Audacity aufzunehmen, leider jedesmal mit Absturz von Audacity. Ich bin auf nem Titanium PowerBook G4 867MHz. Habe immer noch das 'alte' System 10.2.6 (Jaguar) da gewisse Tools nicht mit 10.3 (Panther) laufen und: never change a running system...


    Es spielt auch keine Rolle ob ich versuche das interne Mikro (via Ton System Preferences) oder den Line-In auszuwählen. Auch mein externes Edirol UA3 USB-Audio Interface hilft nicht weiter.
    Sobald ich auf Rec (Aufnahmeknopf) in Audacity drücke wird das Programm 'unerwartet' beendet. Habe unten den letzten Eintrag aus dem Crashlog angehängt. Der Hauptfehler ist
    Exception: EXC_BAD_ACCESS (0x0001)
    Codes: KERN_PROTECTION_FAILURE (0x0002) at 0x00000000


    Das sagt mir leider nicht viel ausser dass ev. ein fehlerhafter Speicherzugriff stattfand.


    Wie ich dem Forum entnehmen kann sieht es aus als können andere von Euch sehr wohl mit Audacity aufnehmen.


    Gruss Jvo

    Die von Pennywize vorgeschlagene Methode funktioniert natürlich auch aber sie ist mit Qualitätsverlust verbunden da die Datei zuerst decodiert und anschliessend wieder codiert wird.


    Um mp3s verlustfrei zu schneiden gibt es ein sehr cooles Tool für Windows:
    mp3DirectCut, siehe http://www.mpesch3.de/
    man kann damit sogar Lautstärke-Anpassungen vornehmen, auch Fade-In & -Out sind möglich und alles ohne Qualitätsverlust (kein re-encode). Auf dem Mac gibt es Audion dass einen mp3 Editor beinhaltet, Audion ist aber nicht Freeware wie mp3DirectCut und kann in der Bedienung mit dem Windows-Tool nicht mithalten.

    Hallo Leute,


    Hab schon vor längerer Zeit (letzten Sommer oder so nachdem ich Audacity entdeckt habe) Messungen mit dem eingebauten Equalizer gemacht. Dazu kann ich nur sagen: Finger weg, ist einfach unbrauchbar!
    Wenn ich einen Full-Sweep @ -6dB (10Hz-22kHz) durch den EQ jage gibt es allerhand Artefakte, einfach in der Spektral-Anzeige überprüfbar. Wie man sowas überhaupt veröffentlichen kann verstehe ich nicht.
    Es gibt aber ein paar Leute die haben auf der Plugins-Seite http://audacity.sourceforge.net/download/nyquistplugins
    ganz gute EQs programmiert, die klingen auch ganz gut.

    ich nehme an mit 'Hauptsprache' meinst du die Spracheinstellung von Audacity und nicht vom System.
    Das hab ich übrigrens auch schon ausprobiert und zudem ist meine normale Spracheinstellung des Editors sowieso englisch. Die Menü Einträge und Dialoge sind so für mich einleuchtender, manchmal merke isch schon gar nicht mehr in welcher Sprache ich die Software verwende.

    Hallo edgar


    Habe gerade deinen 'Normalizer' getestet. Hab selber schon mal so einen programmiert da ich die integrierte Normalize-Funktion (LADSPA Plugin?) leider nicht so toll finde da sie nur auf -3dB normiert. Leider gibt es bei Nyquist ein Problem und zwar:


    Durch die Anweisung NY:ALL im Code wird Nyquist angewiesen den ganzen 'Sound' im Speicher zu generieren. Das ist bei einer kleinen Auswahl für den Effekt kein Problem, wähle ich jedoch 4-5 minuten oder mehr aus raffelt die HD (Unix Virtual Memory Auslagerungsdatei, bin auf MacOS X) ununterbrochen und ich muss den Audacity-Prozess abschiessen damit ich wieder arbeiten kann. Wenn ich den Prozess nicht kille scheint es so dass Audacity sich von diesem Speicher-Problem nicht mehr erholt (Habe schon mal ne halbe Stunde gewartet und es ist nichts mehr passiert).


    Interessanterweise tritt dieses Problem bei 'normalen' Effekten nicht auf. Es scheint als würde Audacity die Daten sequentiell bearbeiten und braucht dabei nicht mehr Speicher als sonst.


    Ich nehme an andere von Euch werden die selben Problem haben mit dem Normalizer von Dir. Leider sieht es so aus als währe das ein ungelöstes Nyquist Problem und wohl auf die schnelle nicht so einfach zu beheben.


    Gruss Jvo

    hallo leute,


    Habe versucht mit verschiedene Tastenkombinationen dem Scrollrad irgendeine Funktion zu entlocken, leider ohne Erfold, es passiert einfach gar nichts was ich sehr schade finde.


    Die Sinnvollste Funktion des Scrollrads bei einem Audio-Editor wäre natürlich vor- und zurückscrollen des Fensterausschnittes wie beim lesen eines Dokuments. Das ist bei Audio halt von links nach rechts anstelle von oben nach unten. Bei einem anderen Editor den ich regelmässig benutze funktioniert das auch so wie intuitiv erwartet.
    Da ich häufiger Aufnahmen editiere ist das unterdessen für mich eine fast unverzichtbare funktionalität geworden welche die Arbeit ungemein erleichtert.


    Also hoffe ich dass das Scrollrad in Zukunft irgendwann mal auch auf dem Mac funktioniert. Dann würde ich Audacity auch häufiger benutzen. Eine tolle Sache finde vorallem die Möglichkeit mit Nyquist selber Effekte programmieren zu können. Da hab ich auch schon ein paar Dinge programmiert die ich in andern Editoren vermisse.


    Jvo

    hallo leute, habe ein titanium G4 powerbook mit 10.2.6.


    Hab mir schon länger ne Zweitasten Logitech USB-Maus mit Scrollrad gekauft. In allen andern Programmen wird das Scrollrad unterstützt und ist eine echte Arbeitserleichterung. In Audacity funtioniert das Rad leider nicht obwohl es in den Einstellungen unter Maus aufgeführt ist.
    Funktioniert das bei Euch oder bin ich der einzige?


    Gruss, Jvo

    Habe Titanium G4 Powerbook (867MHz). Immer noch OS X.2.6 (Jaguar).


    Wiedergabelautstärke funktioniert problemlos.


    Leider funzt Aufnehmen überhaupt nicht, egal was ich in den Einstellungen oder dem Aufnahmemixer einstelle. Habe wirklich alles probiert. Bei Klick auf Mikrofon oder Aufnahmeknopf stürzt Audacity ab. Daher kann ich das Program leider nicht zum Aufnehmen benützen. Könnte ein CoreAudio Problem sein. Funktioniert zum Beispiel mit meinem Edirol UA3 USB-Audio Interface auch mit anderen Editoren nicht gut, vorallem wenn ich direkt digital (via optisch toslink) vom DAT zum Rechner überspielen will. Mein anderer Editor erlaubt mir aber auf 'MacOS X Audio HAL' umzustellen und damit funktionierts problemlos.

    Hallo Leute, wollte noch ein paar Infos im Zusammenhang mit Dithering anfügen.


    Bei der Reduktion der Wortbreite (Word Length Reduction) entstehen unweigerlich Dynamikverluste. Also bei 32 Bit auf 24, 32 auf 16 oder 24 auf 16 Bit. Bei der einfachen (Rundung auf die nächste ganze Zahl) Reduktion der Bitbreite 'klingt' das Resultat verzerrt, wird jedoch Dithering verwendet kann ein Teil der ursprünglichen Dynamik gerettet werden.


    Dithering funktioniert durch dazumischen von Rauschen vor der Rundung:
    1) Die einfachste Form dieses Rauschens ist Frequenzmässig gleichmässig verteilt (Auswahl Rectangle bei Audacity). Dies führt erstens zu einer DC-Offset Verschiebung von 1 LSB und ist im 'Sound' recht intensiv.


    2) Durch Hochpass-Filterung des Rauschens verschwindet der Offset und das Resultat klingt ein wenig angenhmer (Auswahl Triangle).


    3) Durch eine aufwendigere Filterung des Rauschens unter Berücksichtigung der Wahrnehmung des menschlichen Ohres kann eine weitere Verbesserung erzielt werden. Diese Form heisst 'Noise Shaping' und verschiebt das Rauschen in Hohe Frequenzanteile. Es gibt viele verschiedene Frequenz-Charakteristiken bei Noise-Shaping, also nicht alle 'klingen' gleich angenehm. Leider finde ich die Implementierung des Noise-Shaping Ditherings bei Audacity unbefriedigend, sie klingt irgendwie 'künstlich' und alle 5 Sekunden wiederholt sich ein unangenehmer 'Klick'. Verwende ich pow-r Dither aus einem anderen Editor sind die Resultate hingegen ganz gut.


    Es ist ziemlich interessant wie durch Hinzufügen von Rauschen vor der Wortbreiten-Reduktion die Dynamik vergrössert wird (mehr als 96dB bei 16 Bit). Jedoch gibt es ein paar Dinge zu beachten vor der Anwendung von Dithering:
    1. Dieser Schritt muss unbedingt als allerletzer erfolgen, andernfalls hat das Rauschen negativen Einfluss auf den Sound.
    2. Wird der Wortbreitenreduzierte Sound anschliessend komprimiert (mp3, vorbis o.a.) sollte man kein Dithering verwenden da sonst das Codec durch das Rauschen gestört wird und die Resultate schlechter sind.
    3. Ist im Original schon einiges Rauschen vorhanden ist die Verwendung von Dithering meistens nicht sinnvoll.


    Tip:
    Jeder kann selbst ausprobieren wie unterschiedlich die einzelnen Dithering-Methoden klingen indem man ein Stück um 80dB oder so abschwächt, es anschliessend mit Dithering exportiert. Dann das geditherte Stück importieren und normalisieren oder genügend verstärken.


    Hoffe mein Beitrag rund um Dithering war ein wenig Informativ.


    Gruss, Jvo