Posts by bassklampfe

    Nix overdubbing. Der Begriff ist in dem Tutorial falsch verwendet.

    Bei Overdubbing spielst du eine Spur ab, mischt eine neue hinzu und überschreibst mit dem Ergebnis die alte Aufnahme. Oder du mischt mehrere bereits aufgenommene Spuren und überschreibst mit dem Mix eine vorhandene Spur, um wieder Spuren freizubekommen. Bei klassischer Aufnahmetechnik mit Bandgeräten ist das die einzige Lösung, wenn du mehr Takes aufnehmen willst, als dein Aufnahmegerät unanhängige Spuren hat.

    Bei der digitalen Aufnahme mit Audacity hast du aber prinzipiell beliebig viele Spuren zur Verfügung.

    Was du tun solltest: Jede Stimme in Audacity in eine eigene Spur aufnehmen.
    Das kann dann z.B. so aussehen

    Ggf. anschließend noch die Abspiellautstärken anpassen.
    Danach gesamtes Projekt als Stereo-MP3 oder WAV exportiert.

    Dafür brauchst du kein weiteres Equipment, wenn du bereits eine Spur aufnehmen kann. Vor allen Dingen kein Analoges Mischpult (!).

    Ich habe jetzt mal einen Versuch gemacht.


    • Jungfräuliches Windows-10 (Testumgebung in einer VM)
    • audacity-win-3.0.4-x64 von https://www.audacityteam.org/download/windows/ heruntergeladen
    • Installiert
    • Audacity gestartet. Einstellung zeigt "LAME 3.100 (Integriert)"
    • Audacity beendet
    • FFmpeg_v2.2.2_for_Audacity_on_Windows_64bit von https://lame.buanzo.org/ffmpeg64audacity.php heruntergeladen
    • Installiert
    • Audacity gestartet. Einstellung zeigt "FFmpeg F(55.33.100),C(55.52.102),U(52.66.100)"
    • Wo ist das Problem? Export als (z.B.) WPM (Version 2) (FFmpeg) geht

    In der cfg-Datei steht nur

    [FFmpeg]
    Enabled=1


    aber kein FFmpegLibPath. Vielleicht ist das der Trick?

    Wenn ich das, was ich im Web lese, richtig verstehe, liegt das an unterschiedlichen Samplefrequenzen. Scheinbar kann Audacity dem Denon nicht sagen "Mach' mal 44.1kHz", sondern du muss erst am Denon die Samplefrequenz einstellen und dann in Audacity die gleiche Frequenz wählen.
    Nur ein Schuss ins Blaue.

    Mein Vorschlag wäre, einfach vor der Aufnahme eine Stille einzufügen, deren Dauer der Startzeit der Aufnahme entspricht. Dann beginnt die Aufnahme virtuell um 0:00 und die Zeiten sollten mit der Tagesuhrzeit übereinstimmen.

    Wie immer bei solchen Fragen wäre etwas mehr Information hilfreich, damit man entsprechend helfen kann.

    • Welche Audacity Version?
    • Welches Betriebssystem?
    • Welche Audiohardware?
    • Was hast du für die Aufnahme als Eingang eingestellt? (Screenshot Einstellungen / Geräte)
    • Und zu guter Letzt ein Screenshot von Audacity mit der fraglichen Aufnahme.

    Allerdings bin ich jetzt nicht sicher, ob eine Spur, die aus mehren Takes besteht diese Abschnitte wirklich beibehält. könnte gut sein, dass beim Abspeichern daraus eine einziges Sample mit vielen stillen Passagen wird.

    Mit heutigen Dateisystemen ist auch das kein Problem: Bei den sogenannten Sparse-Dateien werden nur die benutzten Teile einer Datei mit Daten belegt, der unbenutzte Teil ist einfach "leer" und belegt keinen Platz auf dem Speichermedium.
    Solange die WAV-Datei als PCM-Code und nicht mit Float-Werten gespeichert wird, passt das auch für WAV. Allerdings können nur die wenigsten Archiver damit umgehen, eine Sparse-Datei als ZIP-Archiv zu verschicken ist also eine ganz schlechte Idee.

    Eine Windows-Wiederherstellung bringt meines Wissens nichts. Sie lässt User-Daten immer "außen vor" und restauriert nur die Beriebssystem-Daten.

    Von "Windows-Wiederherstellung" war nicht die Rede. Sondern von "Vorgängerversion" im Dateimanager. Windows legt regelmäßig Schattenkopien aller geänderten Dateien an, und an diese kommt man über den Dateimanager.

    Hier findet man z.B. eine brauchbare Anleitung: Wiederherstellen einer Datei / eines Ordners nach Überschreiben oder Löschen

    Mit dem neuen AUDACITY 3.x sollte sich das Problem gelöst haben: Es werden beim Speichern keine tausende Blöcke mehr verwenden.

    Meines Wissens falsch. Die tausende Blöcke werden nur nicht mehr im Dateisystem, sondern in einer SQLite3 Datenbank abgelegt. Aber es bleiben immer noch tausende Blöcke und es reicht, wenn einer kaputt ist (auch wenn das Risiko bei SQLite relativ gering ist, da failsafe und transaktionsbasiert).

    Warum Audacity nicht einfach mit/auf WAV Dateien arbeitet, habe ich nie verstanden. Bei der heutigen Computerperformance sollte das problemlos möglich sein und alle anderen Audio-Editoren und DAW's schaffen das ja auch.

    Sorry, da kann ich wenig weiterhelfen. Seit der Spyware namens Windows10 habe ich mich endgültig von Microsoft verabschiedet. Unter Linux gibt es zwar keine "Vorgängerversion" (zumindest nicht mit ext4fs), aber ein tägliches Backup hilft auch. (Dauert mit rsync nur Minuten oder Sekunden)

    Kann man den Löschvorgang irgendwie rückgängig machen oder die Daten anderweitig wiederherstellen!?

    Ich fürchte, wenn du kein aktuelles Backup hast, nicht. Unter Windows 10 vielleicht noch mit "Vorgängerversion wieder herstellen" im Dateimanager, aber da ist es eher Glückssache, wann Windows meint, eine Vorgängerversion archivieren zu müssen.

    Was du willst ist im Menu "Bearbeiten" / "Spezial-Entfernen" / "Audio zu Stille" zu finden.

    Vor dem Zusammenfügen einfach die Telefonierstelle in der Spur markieren und mit "Audio zu Stille" zum schweigen bringen. Im Unterschied zum Löschen mit der [Entf] Taste wird hier der zeitliche Zusammenhang nicht geändert.

    Vorweg: Ich habe weder LogiLink UAO156 noch Windows. Aber ich habe mal einen Blick in die UA0156 Bedienungsanleitung geworfen und finde, im Kapitel 4.0 Verwendung ist ziemlich gut – Schritt für Schritt – erklärt, wie man zu einer MP3-Datei kommt.

    Vielleicht erklärst du uns anhand dieser Anleitung, bei welchem Schritt du nicht weiterkommst...

    Ganz ehrlich?
    Sobald es um mehr als nur "einfache" Tonbearbeitung wie "schneiden, waschen, föhnen" … äh, 'tschuldigung, "schneiden, filtern, normalisieren" geht, würde ich eher zu einer richtigen "DAW-Software" greifen.

    Audacity ist für die erstgenannten Tätigkeiten sehr gut, wenn man weiß was man will, dafür verwende ich es auch gerne. Aber man muss immer im Kopf behalten das, Audacity destruktiv arbeitet, also das Ausgangsmaterial verändert. Einmal einen Filter angewendet und gespeichert und das Original ist dahin und nicht mehr wiederzuholen. (Es sei denn aus dem hoffentlich vorhandenen Backup)

    Ein DAW-Software arbeitet dagegen nicht destruktiv, das Ausgangsmaterial bleibt immer unverändert. Man kann beliebig Filter, Equalizer, Kompressor- und andere Effekte ausprobieren und auch wieder entfernen, ohne das es für das Original Auswirkungen hat. Man kann auch auf einem Original mehrere Projekte aufsetzen (z.B. Stereo-Mix, 7.1-Mix) obwohl das Original nur einmal physikalisch auf der Festplatte gespeichert ist.

    Mein persönlicher Favorit wäre Ardour, aber Ableton ist genauso geeignet.

    Das oben gesagte sagt übrigens nichts über die Qualität der Effekte aus, es geht rein um den Workflow.

    Zur Aufnahmetechnik: Grundsätzlich ist es – wenn es die Akustik des Raumes nicht hergibt, gleich einen perfekt ausgewogenen Klang zu produzieren – besser, jede Quelle mit einem eigenen Micro aufzunehmen und darauf zu achten, dass jedes Micro auch nur 'sein' Instrument hört. Also getrennt aufnehmen oder zumindest eine akustisch dämpfende Trennwand aufzustellen. Zwei sauber Mono-Aufnahmen sind da zielführender als eine Stereoaufnahme, wo man an der Lautstärken-Ausgewogenheit nur noch wenig ändern kann. Ist jedenfalls meine Erfahrung.