Posts by Midimaster

    Die entscheidende Sache hast Du zu erwähnen vergessen: Wie ist denn der DENON AUDIO OUT mit dem Computer AUDIO IN verbunden?


    Du musst ja irgendwie mit dem Plattenspieler-Signal via DENON in den Computer rein.


    In AUDACITY gibt es ja den großen Button AUDIO-EINRICHTUNG. (...dort, wo Du den HOST ausgewählt hast). Der Host ist aber gar nicht so entscheidend. Viel wichtiger ist, was Du dort unter AUFNAHMEGERÄT ausgewählt hast. Dort müsste ja der DENON auftauchen, wenn er solche Fähigkeiten hätte.


    LEERE AUFNAHME

    Das ist vollkommen erwartungsgemäß! Bei MME-Host startet die Aufnahme, egal ob was zu empfangen da ist. Sie nimmt dann halt nur "Stille" auf. Die läßt sich auch abspeichern.

    Die Audio-Datei zeigt bei mir eine ganz normale Lautstärke. Sie klingt auch nicht verzerrt.


    Die Lautstärke könnte theoretisch noch um 8dB angehoben werden. Dies bedeutet, dass die Aufnahme ein perfekte Lautheit hat, um z.b. noch weiterverarbeitet zu werden.


    das Problem muss also an den Wiedergabe-Möglichkeiten in deinem Computer liegen.

    Du kannst in AUDACITY immer nur ein Lied zu einer Zeit bearbeiten. Was ich aus deinem Bild erkenne, ist, dass Du zwei Lieder untereinander importiert hast.


    Dadurch werden alle Lieder auf die gleiche Länge gebrach. Meinst du das mit "grau"?


    Außerdem vermute ich mal (aus dem, was ich da sehe) überschreiten deine Songs die maximal erlaubte Lautstärke. Mach mal den ANALYSE-ACX-CHECK.

    ... Tatsächlich ist die Stimme am Anfang nur ein bisschen höher, das steigert sich aber kontinuierlich, bis in den letzten Minuten die Aufnahme praktisch gar nicht mehr zu verstehen ist.....

    Oh das ist interessant. Wenn es tatsächlich gleichmäßig und kontinuierlich ansteigt, dann gibt es das Hilfsmittel GLEIT-DEHNUNG unter MENÜ-EFFEKT. Hier kannst Du ein AUDIO-Material kontinulierlich in der Tonhöhe absenken.


    Hierbei stellst Du nur den Wert rechts unten bei LETZTE TONHÖHENVERSCHIEBUNG als Prozentangabe 50% ein. Danach ANWENDEN und das Ende deiner Aufnahme anhören. Hierbei entscheidest Du dann, ob es zu tief oder zu hoch wurde. Jetzt wird mit MENÜ-BEARBEITEN-RÜCKGÄNGIG die Aktion zurückgesetzt und mit einem neuen Prozentwert experimentiert.



    Um möglichst wenige Versuche machen zu müssen, probiert man als Folgewert immer genau die Mitte zwischen den bereits ermittelten Grenzwerten.


    z.b.

    SCHRITT 0

    Zuerst probiert man mit -50%


    (wenn zu hoch)

    Nicht rückgängig machen und nochmal mit -50%


    (wenn zu tief):

    SCHRITT 1

    rückgängig machen,

    dann probiert man mit -25%



    SCHRITT 2a

    (wenn Schritt 1 zu tief)

    Obergrenze: 0% Untergrenze -25%, also probiert man mit -12.5%


    SCHRITT 2b

    (wenn Schritt 1 zu hoch)

    Obergrenze: 25% Untergrenze -50%, also probiert man mit -37.5%


    usw...

    verstehst du?

    AUDACITY arbeitet mit 32bit-Float-Werten. D.h. jeder der z.b. 48.000 Samples pro Sekunde wird in einer Fließkommazahl mit hoher Genauigkeit bereitgehalten. Das ist das bislang beste System, um Audiodaten im Speicher zu halten.


    Wenn du eine WAV importierst wird der 24bit-Wert in diesen 32bit-Wert überführt. Dabei entstehen keinerlei Fehler oder Artefakte. Bei dem 24bit Sample handelt es sich um Ganzzahlen ohne Nachkommaanteil. Der Fehler, den die WAVs bei ihrem ersten Abspeichern in 24bit erzeugt hatten, ist aber wegen der Genauigkeit von 24bit vernachlässigbar.


    Wenn Du von 48.000 auf 44.100 Hz reduzierst, entstehen Artefakte (Nyquist-Effekt) in den hohen Frequenzen. Deshalb muss ein Tiefpassfilter immer alle Frequenzen oberhalb von 22.050Hz entfernen (geschieht automatisch), sonst wären ziemlich sonderbare Geräusche zu hören. Hierbei entsteht ein Qualitätsverlust.


    Wenn Du beim Speichern von 24bit oder 32bit Material auf 16bit (MP3, AAC) reduzierst, entstehen gröbere Treppen in den Sampleschritten. Bei perfekt ausgesteuertem Material hält sich dies hörbar in akzeptablen Grenzen. Das ist der Grund, warum vor dem Abspeichern als MP3 immer das NORMALISIEREN anzuwenden ist.



    MP3s sind grundsätzlich nur 16bit und damit kein Format, dass man als Zwischenschritt einer Weiterverarbeitung nutzen sollte. Aber wenn Du nur ein MP3 zur Verfügung hast, bleibt Dir gar nix anderes übrig, als damit zu arbeiten. Die Fehler halten sich in Grenzen, wenn wenigstens die Datenrate der Datei größer als 190MBit/sec war. Die 16bit werden in AUDACITY in 32bit überführt, aber dadurch natürlich nicht genauer oder besser. Weg ist weg! Aber ein Trost: Speicherst Du nach dem Schneiden so ein Material wieder ab, wird die Qualität auch nicht schlechter als vorher.


    WAVs werden nicht komprimiert. Jedes Sample bleibt so wie es war. Das heißt es entsteht kein Qualitätsverlust beim Speichern. FLACs sind ebenso gut. Hier wird zwar komprimiert, aber "verlustfrei" wie bei ZIP-Dateien. Das heißt nach dem Entpacken ist wieder die alte Qualität vorhanden.


    MP3 und OGG werden komprimiert. Je nach eingestelltem Schrumpfungsgrad wird die Qualität immer schlechter. In den höchsten Qualitätsstufen ist es so, dass ein Normalmensch keinen Unterschied wahrnimmt.


    AUDACITY ist das Mittel der Wahl, denn es hat keinerlei Einfluss auf die Qualität von Audio. Die wird nur durch die importierten bzw. exportierten Formate bestimmt.

    Diesen Fehler wieder rückgängig zu machen ist theoretisch sehr einfach.


    Es können aber etliche Probleme dabei auftauchen, die eine Menge Zeit in Anspruch nehmen können.


    Zunächst musst Du die (verdorbene) Aufnahme unbedingt in einem Stück als WAV-Datei exportieren, damit man im Notfall wieder darauf zurückgreifen kann.


    Schritte:

    1. Dann markierst Du den Teil, der noch normal klingt und exportierst nur diesen als "Normal_001.WAV (später dann NORMAL_002, etc... "
    2. Danach entfernst du den markierten Abschnitt.
    3. wir arbeiten mit dem Rest weiter...
    4. Es gibt einen zweiten PLAY-Knopf in AUDACITY, bei dem Du die Abspielgeschwindigkeit variieren kannst. Damit experimentierst mit dem Schieberegler und dem PLAY-Knopf solange bis die Oma normal klingt. Merke dir den Tempofaktor.
    5. Nun hoffen wir mal, dass der Cassetenrekorder nicht auch noch "geleiert" hat, sondern alles Fehlerhafte wenigstens die gleiche Geschwindigkeitsabweichung hat...
    6. Du markierst alles und geht auf...
    7. MENÜ -EFFEKT - GESCHWINDIGKEIT UND TONHÖHE ÄNDERN
    8. Dort stellt Du den herausgefundenen Tempofaktor bei GESCHWINDIGKEITMULTIPLIKATOR ein und bestätigst mit ANWENDEN
    9. Fertig.
    10. Wenn Du Glück hast, klingt nun der komplette Rest der Aufnahme wieder gut. Wenn nicht geht wieder bei Schritt 1 weiter.



    Am Ende fügst Du alle NORMAL_00x.WAVs-Schnipsel wieder zu einem Stück zusammen.


    Berichte uns hier wie es dir ergangen ist.

    das ist ganz logisch und sinnvoll. Deine Stimme würde erst 130msec nach den bereits aufgenommenen zu hören sein. Bei einer Mehrspuraufnahme dauert es 130msec bis eine bestimmte Stelle der bereits aufgenommenen Spuren in einem am Computer angeschlossenen Kopfhörer ankommt. Dazu singst Du nun dazu, was aber eigentlich schon 130msec zu spät ist. Folge wäre eine unerträgliche Verzögerung deiner Stimme im Kopfhörer, S o kann man nicht mehr singen. Übrigens Erst am ende der Aufnahme wird die neue Spur um diese 130msec korrigiert (Latenzzeit) und korrekt eingesetzt.


    Um so etwas zu machen, wie du es willst bräuchtest Du ein externes USB-Interface, das die bereits aufgenommen Spuren bei der Aufnahme zu in den Kopfhörer leitet und nun Deinen Gesang (vor dem Durchlaufen des Computers) direkt in den Kopfhörerweg mithinzufügt. Der Kopfhörer wird in diesem Fall an das USB-Interface angeschlossen (und nicht an den Computer)


    z.b. PRESONUS ADIOBOX USB (ca. 100 EUR):


    Oder sowas wie ein PRESONUS Mischpult, das einfach alle fertigen Instrumente bei jeder neuen Spur immer wieder neu in den RECORDING-Weg zurücksendet (als würden sie gleichzeitig im Raum mitspielen) Das sind "0-Latenz"-Systeme mit z.b. 24 In und 24 OUT-Kanälen


    z.b. PRESONUS STUDIOLIVE 16.0.2 (ca. 900 EUR)

    Mit dabei ist das eine Recording-Software namens CAPTURE



    Tipp:

    Die billigste Methode ist die, dass Du deinen Kopfhörer auf einem Ohr nur "halb aufsetzt und Dich so besser hörst.

    Quote

    "NORMALISIEREN ist eine der wichtigsten Funktionen in AUDACITY."

    Habe die beiden Lieder normalisiert, nach dem Export genauso leise wie vorher.

    Das ist ja seltsam... Wie sieht denn der Screenshot von so einem Audio aus. Vergleiche mit meinen Beispielen weiter oben. Wenn das NORMALISIEREN schiefgeht, kann es bei Schallplattenaufnahmen daran liegen, dass das Aufsetzen der Nadel versehentlich mit aufgenommen wurde und am Anfang der Aufnahme eine kurzen Spitzenpeak erzeugt hat. NORMALISIEREN nimmt immer die lauteste Stelle der Aufnahme als Referenz und das ist dieser Peak.

    NORMALISIEREN


    Doch doch!


    NORMALISIEREN ist eine der wichtigsten Funktionen in AUDACITY. Und überhaupt die wichtigste Funktion in der AUDIO-Bearbeitung.

    1. Du markierst den ganzen Song oder die ganze Schallplattenseite
    2. Dann klickst du im MENÜ auf EFFEKT - NORMALISIEREN
    3. Dort bestätigst du einfach mit ANWENDEN. (Die voreingestellten -3dB sind genau richtig)
    4. Fertig


    AUDIO-HOST


    Ich war mir die ganze Zeit nicht sicher, ob Du einen Windows-Rechner oder einen MAC hast. In Windows gibt es mehrere mögliche AUDIO-HOSTs. Dahinter versteckt sich das Recording-Prinzip mit dem der Rechner aufnehmen wird. So eine Art "Treiber". Unter WIndows gibt es den WASAPI, der Aufnahmen in höchster Digital-Qualität ermöglicht, also immer erste Wahl. Eingestellt wird er in der neuen Version mit dem Riesenknopf in der Mitte oben, wo AUDIO-EINRICHTUNG draufsteht. Dort wählst Du AUDIO-HOST und dann WINDOWS WASAPI



    ZU LEISE


    Deine Lautstärke Probleme entstehen übrigens beim Aufnehmen und nicht beim Wiedergeben. Schau Dir mal ein früheres und dasmißlungene Projekt in AUDACITY an. Wenn die Spurfenster eher so einen Strich zeigen, war die Aufnahme zu leise. Es sollten schon Wellenberge zu sehen sein. Hier drei Beispielfotos:


    Misslungene Aufnahme weil der Maximalpegel bei -45dB liegt:





    Perfekte Aufnahme (MaxPegel: -15dB)




    Perfekter Endmix (Normalisierte Aufnahme, -3dB)




    Misslungene Aufnahme mit Verzerrungen (MaxPegel triff 0dB-Grenze):

    Ich habe mir die Datei angesehen. Das ist wirklich extrem leise. Hier ist wirklich etwas nicht normal. Bitte schreibe mal welchen AudioHost Du in AUDACITY ausgewählt hast.


    Noch mal, damit ich es verstehe... Die Schallplatte hast Du an Weihnachten digitalisiert. Damals hast du dann 2 Lieder daraus exportiert. Und bei dieses beiden WAVs ist auch heute die Lautstärke immer noch perfekt?


    Und jetzt hast Du das alte AUP-Projekt von Weihnachten wieder geöffnet und daraus eine dritte WAV-Datei exportiert, Und die ist jetzt dann plötzlich leise?


    Hast Du schon mal getestet, was denn passiert, wenn Du jetzt nochmal die selbe Schallplatte mit dem neuen AUDACITY als Experiment digitalisierst?


    So wie ich das aus deinen Angaben herauslese hast Du kein spezielles USB-Interface für den Plattenspieler? Wo stöpselt du den Plattenspieler direkt an den Laptop an? Am Mikrofon-Eingang? Und wieso schreibst Du Laptop? Es ist doch ein MacBook, oder?



    Ich habe Dir Deine Aufnahme mal normalisiert und stelle sie hier als Anhang rein. Hör mal rein!

    Du kannst AUP-Dateien nicht so ohne weiteres versenden. Ebenso sind WAV-Dateien oft viel zu groß, um sie hier im Forum hochzuladen.

    Daher meine Bitte um MP3-Dateien. Und hier bräuchte ich nur einen Schnipsel von 10 Sekunden Länge.


    Wie groß ist denn typischerweise eine der "alten" WAV-Dateien? Hast Du die Schallplatten in Lieder zerschnitten oder befindet sich immer eine halbe Platte in einer Datei? Dann wird es schwierig mit dem Versand (auch rechtlich problematisch!)


    Bei den neueren Aufnahmen (den misslungenen) wird es einfacher mit dem Versand. Du öffnest AUDACITY und ziehst eine dieser WAV-Dateien in das AUDACITY Fenster, dann schneidest Du alles weg bis auf 10 Sekunden. Anschließend exportierst Du diesen Rest (ohne weitere Bearbeitungsschritte) als TEST.MP3. Danach unbedingt AUDACITY sofort schließen OHNE DIESES PROJEKT ZU SPEICHERN. Wir wollen doch nicht, dass Du Dir die Original-WAV-Datei zerschießt.


    Noch was zum Thema NORMALISIEREN


    Der Schritt NORMALISIEREN muss stets mit jeder digitalen Aufnahme durchgeführt werden. Erst dadurch erhalten AUDIO-Dateien eine "normierte" Lautstärke. Diese Norm gilt auf der ganzen Welt und wird z.b. von Radiosendern verlangt und ist auch die "Standard-Lautstärke" bei CD's.

    Quote

    ...nicht nur bei Audacity, sondern auch bei den umgewandelten Wave-Dateien in der Itunes-Bibliothek viel leiser....

    Verstehe ich dich das richtig: Du meinst das Abspielen alter WAVs durch direktes Anklicken in der Bibliothek? Dann kann es aber nix mit AUDACITY zu tun haben, oder?


    Stell doch bitte mal zwei Vergleichs-Audios hier rein: 10 typische Sekunden von dem ersten Track der Schallplatte, wo noch alles normal ist. Und dann 10 Sekunden von dem jetzt leiseren Track. Die Audios kannst Du ja schneiden und als MP3 exportieren. Dann verpackst Du beide Dateien in ein ZIP und so kannst Du sie hier hochladen.


    Du schreibst etwas über "normale Lautstärke". Bei Aufnahmen kann aber an vielen Stellen diese Lautstärke beeinflusst worden sein: Im Wandler, im Betriebssystem, in der Recording-App, beim Exportieren. Hast Du denn bisher die Lautstärke unmittelbar vor dem Abspeichern eines Liedes mit dem Effekt MENÜ-EFFEKTE-NORMALISIEREN wirklich auf die weltweit normierte Standardlautstärke gebracht?


    Im digitalen Zeitalter ist es unrelevant mit welcher Lautstärke aufgenommen wurde. Je nachdem ob man 16bit, 24bit oder 32bit Aufnahmen macht, scheint das Material auf dem Bildschirm "leiser" zu sein. Daher ist es unbedingt notwendig als letzte Bearbeitungsschritt vor dem Abspeichern der finalen MP3 immer die den Effekt MENÜ-EFFEKTE-NORMALISIEREN auf das Lied anzuwenden. Hierdurch wird garantiert, dass die Lautstärke nun standardisiert ist.