Gerätefrage: mobile Aufnahmen mit akzeptabler Qualität

  • Quote from fxlfxl:1146581261

    Was mich immer wieder stoert ist der fest eingebaute Akku.


    Für mich ist das ein absolutes Ausschlußkriterium. Das ist ein Detail, daß das Teil unbrauchbar macht.


    Quote

    Bedenken solltest du auch, dass der MicroTrack der einzige so winzige Recorder ist, der Phantomspeisung bereitstellt, so dass man auch mit "echten" Kondensatormikros respektive Studio-Mikros arbeiten kann.


    Ich hoffe es ist klar, daß das keine 48V sondern nur 30V sind. Das dürfte für viele "echte" Kondensatormikros nicht reichen.

  • Das mit dem festeingebauten Akku ist wirklich zum Haare-raufen... Ein Akku ist zwar wiederaufladbar, aber trotzdem ein VERSCHLEISSTEIL! Jeder der ein Handy hat, weiss das! Nach einigen hundert Akkuzyklen macht die Sache keine Freude mehr und dann??? Gerät einschicken und wochenlang warten? Gerade für ein Gerät, dass laut Hersteller für den "professionellen" Einsatz gedacht ist, ist das ein unhaltbarer Zustand. Ich könnte ja nachvollziehen, dass bei solchen Miniaturgeräten speziell konfektionierte "Spezialakkus" verwendet werden, aber warum kann der Nutzer das Ding dann nicht selber tauschen, wie beim Handy? Ich stelle mir schon den Auslandsreporter vor, der mitten in der lybischen Wüste feststellt, dass der Akku langsam seinen Geist aufgibt. Wirklich schade! Da wird ein offenbar wirklich schönes Gerät konstruiert und dann legen die Konstruktuere dem Anwender ein solches Ei ins Nest!



    Thomas

  • Was ich jetzt noch nicht kapiert habe:


    Muss ich zum Laden des Akkus das Ding über USB mit dem Computer verbinden - sprich, muss ich den Computer nur zum Laden laufen lassen, oder ist da nun ein Schukostecker für eine normale 230V-Steckdose dabei? Ichwerde aus den Beschreibungen teilweise einfach nicht richtig schlau.



    Gruss:
    Thomas

  • Quote from Thomas


    Muss ich zum Laden des Akkus das Ding über USB mit dem Computer verbinden - sprich, muss ich den Computer nur zum Laden laufen lassen, oder ist da nun ein Schukostecker für eine normale 230V-Steckdose dabei?


    Geht beides. Laden direkt ueber die USB-Rechner-Verbindung, oder ueber ein beiligendes Netzteil.
    fxlfxl

  • So! Nun habe ich das Wunderkistchen, sprich den MT 24/96!


    Also es ist schon neben einigem Licht wohl auch etwas Schatten dabei.


    Vom nichtauswechselbaren Akku wurde ja schon genug gesagt. Aber erstmal funktioniert das Ding im grossen und ganzen, wenngleich das Plastikgehäuse (auch wenn es Alu-Farben ist) und die teilweise etwas billig wirkenden Bedienelemente nicht ganz überzeugen. Auch der offene deckellose Schacht für die Flash-Card macht das Ding sicherlich nicht gerade Allwettertauglich, obwohl das Gerät doch angeblich für Aussenreportagen gedacht ist. Durch den offenen Schacht können leider munter Feuchtigkeit und Staub oder sogar Fremdkörper einzug halten... Die beiliegende Tasche entpuppte sich als einfaches formloses "Stoffsäckchen", in dem man das Gerät leider nicht bedienen kann. Man bedenke, dass Gerät hätte in alter Währung an die 1.000,-DM gekostet! Dagegen lobe ich mir das Finish meiner billigen Checkkarten Digicam von Minolta mit echtem Alugehäuse und kleinen aber robusten Metallschalthebelchen.


    Das Gerät funktioniert aber anstandslos am PC mit W2000/SP4 als Wechseldatenträger. Auch die aktuelle Firmware liess sich problemlos aufspielen und installieren. Seitdem "spricht" das Gerät sogar deutsch!


    Eine eigene Sache scheint das "Akkumanagement" zu sein. Schon beim allerersten Laden (was ja bekanntlich sehr sorgfältig gemacht werden sollte, damit der Akku richtig konfektioniert wird) fing mitten im Ladevorgang plötzlich das Batteriesymbol wild an zu flackern an. Also Ladekabel abgezogen, wieder aufgesteckt und dann ging das Laden weiter. Das passierte auch später noch wiederholt. Mist ist natürlich, dasss ein offensichtlich unsicheres Ladeverhalten den Akku schädigen kann, und weil man den nicht mal selbst tauschen kann ist das doppelt dumm...


    Weiter funktioniert der eingebaute Equalizer für die Monitorfunktion nicht, was auch schade ist wenn man das Ding so nebenbei auch mal gerne als einfachen mp3-Player nutzen will.


    Trotzdem scheint das Teil brauchbar zu sein. So kaufte ich mir dieser Woche noch zusätzlich Mikros dazu: Rode NT5 (das Päärchen). Die Klangqualität steigerte sich dadurch meiner Meinung nach erheblich. Aber dazu gab es weitere Problemchen: Auch bei meiner Meinung nach korrekter Aussteuerung fing es plötzlich bei der Aufnahme an, laut pulsierend zu knacken. Hier sind doch noch mehr Leute mit der Kombination MT - NT5. Habt ihr da schon einmal ähnliches Erlebt? Das Problem scheint nur aufzutauchen, wenn man im WAV-Format aufzeichnet. Das Problem tauchte auch eben bei fast vollem Akku nicht mehr auf, während der Akku in dem Fall, wo die Störugen auftraten nur noch etwa 1/4 voll war. Liegt dann eventuell schon eine mangelhafte Phantomspeisung vor? Das Gerät bringt ja eh nur 30 Volt anstatt 48 Volt Ph, aber in der Bedienungsanleitung des NT5 steht etwas von 48V/24V/9V. Was braucht das NT5 denn jetzt für eine Phantomspeisung? Auch die Phantomspeisung der NT5 über ext. Batterie soll laut Bedienungsanleitung möglich sein, nur wie das gehen soll habe ich leider noch nicht herausbekommen.


    Das nächste Problem betrifft nicht den MT ist aber doch dumm. WAV-Dateien mit voller Auflösung (Bittiefe24, Samplerate 96) bekomme ich bei mir auf dem Rechner mit keinem Programm geöffnet, geschweige denn bearbeitet. Das Problem wurde hier woanders auch schon mal angesprochen. Es scheint so, als wenn Win mit den 24Bit nicht klar kommt. Aber um möglichst rauschfreie Aufnahmen zu machen ist 24Bit ja abgebracht, oder? Wie bekomme ich die Dateien dann nach der Aufnahme auf ein brauchbares Format konvertiert ist die Frage?


    Nun ja, irgendwie ist es zwar trotzdem ein schönes Gerät, aber derzeit wirft es bei mir mehr Fragen auf als dass es Nutzen bringt.


    Ach ja - Einzatzbereich ist das Mitschneiden von kleineren musikalischen "Sessions" mit akustischen Instrumenten.




    Viele Fragen und Viele Grüsse:
    Thomas

  • Mit Audacity geht es tatsächlich! Ich würde aber trotzdem gerne mal zwei kurze Stücke hier einstellen. Kann ich die hier irgendwo uploaden, oder soll ich sie irgendwohin mailen?



    Viele Grüsse:
    Thomas


    Na - mal sehen, ob es klappt:


    Zuerst die Datei die sonst in Ordnung ist (Sprache in 24/96)
    http://people.freenet.de/taurusalpha/Musik/Sprachekurz.wav


    Dann die oben beschriebenen Störungen bei Aufnahme mit den NT5 bei ebenfalls 24/96WAV:
    http://people.freenet.de/taurusalpha/Musik/FlStoer2.wav

  • So - jetzt habe ich zwei Stunden wegen des Knackens mit meinem MicroTrack experimentiert. Wenn das Knacken erscheint, dann immer exakt in der 55 Sekunde der Aufnahme. Im Monitorkopfkörer ist es während der Aufnahme nicht zu hören, erst beim Abspielen. Die Störung ist auch unabhängig von den NT5-Mikros, denn sie tritt auch mit den mitgelieferten T-Mikrofonen des MT auf.


    Weiter kann man sagen, dass die Störung bisher nur bei WAV's mit 24/96 auftrat. Bei MP3 war die Störung in KEINER Einstellung bisher festzustellen. Danach bin ich dann wieder ins WAV-Format gegangen und habe weiter immer 2 Min lange aufgezeichnet. Das unbefriedigende ist aber dann gewesen, das die Störung überhaupt nicht mehr auftrat, während ich mich langsam von 16/44,1 bis 24/96 vorarbeitete. Und diese nicht reproduzierbaren Fehler kann man hassen wie die Pest, weil man zum einen keine Regel aufstellen kann, wann sie auftreten und wenn man das Ding reklamieren würde, dann tritt so ein Fehler natürlich nicht auf und es heist dann grundsätzlich im Reparaturberich "kein Fehler gefunden"... Au weia! Das ist echt Mist. Und der Akku war bei der ganzen Testerei auch nur noch bei 1/4 Kapazität, so dass meine vermutung, dass das Gerät bei niedrigerer Batteriespannung zu spinnen beginnt, nicht passt.


    Was ich aber sagen kann wäre, dass es NICHT am Mikrofon liegt, aber dass es dafür irgendetwas mit dem Aufnahmeformat zu tun haben muss. Am Anfang meiner Testreihe habe ich nämlich je drei mal abwechselnd einmal im MP3-Format und im WAV-Format 2 Min. lang aufgenommen, in jeweils der höchsten Qualitätseinstellung. Bei MP3 kam das Knacken nie, bei WAV degegen immer pünktlich in der 55. Sekunde.


    Das Knacken verschwindet in der laufenden Aufnahme, sobald keine Geräuschquelle mehr anliegt, legt sich aber auch auf schwache Signale sofort wieder drauf.


    Thomas

  • Quote from Thomas:1150980122


    Was braucht das NT5 denn jetzt für eine Phantomspeisung?


    Steht doch klar auf der Internetseite:
    http://www.rodemicrophones.com…818af615efacb77a791f886ef


    Power supply voltage: P48 Supply (38V–52V), P24 Supply (20V-26V) also keine 30V, obwohl ich keine Ahnung habe, wie genau das zählt. 9V habe ich auch gelesen, verstehe ich auch nicht.


    Bei dem NT4 steckt man die 9V-Batt. in den Griff:
    http://www.rodemicrophones.com…818af615efacb77a791f886ef

  • Hallo!


    Ich beschäftige mich auch mit dem Gedanken einen Microtrack 2496 zu kaufen bzw. zuerst zu testen. Kriterien für mich sind z.B.
    -kann man das Netzladegerät auch als Netzgerät verwenden, d.h. um mehrere Stunden unabhängig vom Akku und ohne Computerverbindung zu arbeiten
    -wie gut sind die AD-Wandler wirklich (vergleichbar mit Tascam DA-30)
    -wie gut sind die Mikrofonvorverstärker und wie stabil ist die Phantomspeisung


    Einige Beiträge aus dem Forum habe ich gelesen und dazu einige Anmerkungen:


    Ich persönlich halte es für sinnvoll, die Einzelfaktoren (A/D-Wandler, MVV und 48V) auch einzeln zu testen. Im einzelnen:


    1. DA-Wandlung: Eine Line-Quelle (am besten CD und ja nicht irgend datenreduziertes Zeug) an den Line-Eingang des Microtrack anschließen und dann, sofern möglich, meßtechnisch (Spektrumanalyzer) und gehörsmäßig (Veränderung von Räumlichkeit, Frequenzgang, Klangfärbung) zu vergleichen. Wichtig ist beim Abhören den gleichen Pegel bzw. die gleiche Abhörlautstärke (lauter klingt immer besser).


    2. Mikrofonvorverstärker: Vergleich zwischen den eingebauten MVVs und einem externen, guten MVV (wie sie z.B. Mackie-Mischpulte haben). Es ist wichtig, daß man die klanglichen Eigenheiten des Vergleichsmodells kennt.


    3. Phantomspeisung: Es ist sehr wichtig auch die Stromaufnahme des zu speisenden Mikrofons zu wissen. Ich mußte die Erfahrung machen, daß Schoeps sehr stromhungrig (ca. 8 bis 10 mA) ist, wo dann bei Verwendung von mehreren Mikros dieses Herstellers manche Mischpulte Probleme (Klangverfärbungen) bekommen können. Die Speisespannung mit einem Multimeter zu messen bringt nichts, weil ein Voltmeter bekanntlicherweise hochohmig ist und bei einer relativ schwachen Phantomspeisung die Speisespannung ziemlich schnell in die Knie geht - somit verfälschtes Meßergebnis. Fast alle Mikrofonhersteller geben die Stromaufnahme der Mikrofonmodelle an. Achtet darauf Mikrofone zu verwenden, die nicht exakt 48 Volt brauchen und eine geringe Stromaufnahme haben.


    Jetzt noch eine persönliche Anmerkung: Für eine qualitativ gute Aufnahme von akustischen Instrumenten (z.B. Streicher) ist Rode oder Akg bestenfalls nur drittklassig. Wenn man sich schönklingende Schoeps oder ehrlich klingende Neumann nicht leisten kann oder will, dann gibt es noch sehr gute und kostengünstigere Alternativen. Schaut mal bei http://www.microtechgefell.de (ehemals Neumann-Ost) oder http://www.mbho.de - hier gibt es Mikrofonmodelle, die einen größeren Speisespannungsbereich haben und - vor allem bei mbho - Mikros, die sich preislich im Rahmen halten, die wechselbare Kapseln haben und weit aus besser sind als C451 und Co.


    Gruß


    Wolfram

  • Ich nehme in unserer Kirche oft Konzerte auf und verwende seit längerem ein Sony Mikro ECM-959A und einen Sharp Minidisc-Recorder MD-MT 90. Zuhause überspiele ich die MD's direkt digital mit einem großen MD-Recorder über SPDIF. Seit einiger Zeit weiß ich Audacity zu schätzen und komme auch bestens zurecht.


    Nun durchstöbere ich seit Monaten das Internet auf der Suche nach einem Nachfolger der MD-Technik. Bisher habe ich noch nicht etwas geeignetes für mich finden können und werde wohl vorerst bei MD bleiben. Aber nun mein Anliegen:


    Wann kommt endlich der Flashrecorder für Amateure? Er bräuchte nur Wavaufnahmen mit 16 bit und 44100 Hz herstellen können und keine eingebauten Mikros aufweisen. Teure Spezialbuchsen für Mikros brauche ich auch nicht, sondern nur eine ganz normale 3,5mm Klinkenbuchse. Meinen Vorstellungen nach sollte das Gerät, so gross wie eine Packung Papiertaschentücher, gut in die Hand passen. Als Stromversorgung wünsche ich mir schlichte zwei Mignonzellen und Netzadapter. Das Speichermedium könnte Compact Flash und oder SD Card sein. Wichtig wäre mir dann noch eine gute, übersichtliche manuelle Aussteuerung.


    Natürlich sollte das Gerät etwas billiger als die zur Zeit erhältlichen sein. Bisher ist das nur ein Traum von mir, aber die Entwicklung geht ja schnell voran und irgendwann werde ich dann hoffentlich auch einen Flashrecorder benutzen.

  • Mit dem ECM-959A hast Du ein prima Mikro. Die Nachfolger-MDs müßten die Hi-MDs sein. Aber, wenn Du eh digital überspielen kannst, dann ist das nicht wichtig.


    Was ich nie so recht kapiere ist, daß alle Leute wirklich alles in einem haben wollen. Ein gutes Gerät für die Aufnahme in Kirchen dürfte der Fostex MR-8 oder MR-8 HD sein. Das Teil ist nicht sehr teuer ca. 285 Euro, aber nicht wirklich klein (1,6 kg). 2 Mikros dazu kosten sicherlich mehr als 300 Euro.
    http://www.fostexinternational.com/docs/products/mr8.shtml
    http://www.megaaudio.de/produkte/fostex_mr8hd.php4


    Der Microtrack ist mehr für Reportagen ausgelegt. Man sollte an ihn keine Anspüche wie an einen Hochleistungs-HD-Rekorder stellen.
    Dennoch glaube auch ich, es wird in Zukunft sicher auch so einen MR-8 in Kleinstform geben.

  • Wow der ZOOM H-4 sieht ja geil aus. Ich hatte den ZOOM PS-04 und habe noch den MRS-4. Beide sind für meinen Anwendungsbereich (Radio) einfach ideal. Der H-4 würde das noch mal toppen, die Miks dürften Richtcharakteristik haben, Stromversorgung wahrscheinlich wie bei den beiden anderen über Mignon (AA) oder Netzadapter.


    Supergut die 48 V-Phantomspeisung und die integrierte Effektsektion. Ein eingebauter Kompressor / Limiter ist Gold wert.

  • Hallo B1000 und fxlfxl.


    danke für Eure Beiträge. Ich habe mir das noch mal überlegt und tendiere jetzt eher zu dem Fostex MR-8 MKII für 285,00 Euro. Bei Fostex bin ich mir sicher, dass das Qualität ist, denn viele Toningeneure benutzen Fostexprodukte. Den ZOOM H4 Digital Rekorder kenne ich nicht, es könnte mit der Qualität vielleicht so ähnlich wie mit dem Edirol sein. Ausserdem benötige ich tatsächlich den Recorder nur für für Kirchenkonzerte und da erscheint mir der von Fostex ausgereifter zu sein. Ferner benutze ich die Compactflashkarten in der Digitalfotografie und hätte dann nur eine Kartensorte, sowohl für die Fotografie, als auch für Tonaufnahmen.


    Gruß


    Foky

  • Nun habe ich den Fostex gekauft und werde ihn wohl wieder zurückgeben. Eigentlich machte das Teil einen guten soliden Eindruck. Nachdem ich mir nun extra ein Adapterkabel für mein Sony ECM-959A angefertigt habe, musste ich feststellen, dass ich das Mikrofon nicht richtig aussteuern kann und dass eher leise Kammerkonzerte zu schwach kommen. Mit meinem Sharp MD-Recorder war das kein Problem und ich hatte immer noch etwas runterregeln müssen.


    Dann verschweigt die Bedienungsanleitung und die Werbung etwas gravierendes. Wenn man seine Karte vollgespielt hat und das Stück dann in den Rechner spielen will, muss, wie es angegeben wird, das ganze Stück auf dem Fostex erst in eine Wavdatei umgewandelt werden. Aber das funktioniert bei einer vollen Karte nicht mehr, denn die Wavdatei braucht auch ungefähr den gleichgrossen Speicherplatz. So braucht man für ein ca. 90 Minuten langes Konzert im Endeffekt nicht eine 1024 MB, sondern eine 2048 MB-Karte, was sich ja noch einrichten liesse. Einfach die Karte rausnehmen und in den PC stecken, wie bei einer Digitalkamera, funktioniert nicht.


    Dann habe ich Probleme, die Stücke in den Rechner zu spielen, was nicht immer klappt. Oft kommt beim Rausgehen aus der USB-Funktion die Anzeige "Please Wait" und diese geht auch nach einer viertel Stunde nicht weg. Zuerst klappte das noch mit dem Übertragen, aber die Stücke waren alle viel zu leise auf dem Rechner. Und nun klappt das gar nicht mehr. Vielleicht ist mein Gerät auch defekt, was ich nicht genau sagen kann.


    Eigentlich brauche ich auch keine Effekte, sondern eine schlichte Stereospur, die aber auch längere Konzerte mitschneiden kann, wie zum Beispiel 80 Minuten auf MD. Gereizt hatten mich nur die 44,1 kHz 16 bit ohne Datenreduktion. Der Fostex ist wohl eher etwas für Leute, die einen kürzeren Popsong aufnehmen wollen. Da mag das Gerät wohl seine Berechtigung haben.


    Was überhaupt nicht zutrifft, ist der Hinweis in der Werbung, dass das Gerät so einfach wie ein Kassetenrekorder zu bedienen sei. Ich finde den Fostex eher kompliziert.


    Vielleicht hat jemand ähnliche oder andere Erfahrung gemacht. Gerne würde ich mich hierüber austauschen.


    Foky

  • Hallo Foky,
    habe mir den Edirol R09 gekauft (419 Euro) um Chorkonzerte und ACapellagesang mitzuschneiden. Das Gerät hat die Größe einer Zigarettenschachtel, wird mit Mignonwechselakkus bestückt, hat zwei eingebaute Micros und speichert die Aufnahmen auf der SD-Karte von MP3 bis Wav . Übertragung auf den Rechner erfolgt mit USB 2.0 . Einen besseren Klang mit Kleingeräten und eingebauten Micros habe ich bisher noch nicht erlebt und ist wirklich überragend. Die Kugecharakteristik der Micros ist dabei natürlich Geschmackssache. Externe Mics habe ich noch nicht ausprobiert. Die Akkus halten über viele Stunden, die Bedienung ist intuitiv simpel. Die Tasten allerdings sind Mäuseklavier der unteren Kategorie, die Anmutung des Gehäuses ist mieser als bei jedem Nokia-Handy. Die Batterieklappe ist derart empfindlich, daß sich jeder professionelle rauhe Einsatz verbietet und ich das Teil deswegen nicht verleihen würde. Bin unterm Strich aber sehr zufrieden mit der Anschaffung, gegen sowas kommt kein MD- oder DAT-Gerät mehr an.

  • Habe den Multitracker von Fostex zurückgeben können und versuche es nun mit dem Sony MZ-RH1 Hi-MD, den ich eben bestellt habe. Bei dem im Juli 2006 erschienenen Aufnahmegerät handelt es sich um einen Recorder mit einer High-Minidisc. Damit kann man in 44,1 kHz 16 bit ca. eineinhalb Stunden aufnehmen. Auch andere datenreduzierte Formate sind möglich. Dieser Sony wird, verbunden mit einem PC, unter Windows auch als Laufwerk erkannt und man kann die 1GB fassenden HI-MD's auch mit anderen Daten, wie Fotos u. a. bespielen. Alte MD-Aufnahmen lassen sich auch bequem auch den Rechner spielen. Das Gerät soll von edler Verarbeitung sein und einen hervorragenden Klang aufweisen. Nun hoffe ich, dass ich damit besser zurecht kommen werde.


    Foky

  • Das mit dem Sony ist interessant. Bitte halte uns auf dem Laufenden, ob Du für das Ding wirklich keine zusätzlichen Windows-Treiber oder irgendwelche seltsame Kopierschutz-Überspielsoftware brauchst. Wir hatten nämlich einige Fälle von Minidisc-Recordern hier im Forum, da war das so.