Gerätefrage: mobile Aufnahmen mit akzeptabler Qualität

  • Hallo Ihr,


    ich interessiere mich für den Zoom H4 Recorder und suche seit einiger Zeit händeringend nach technischen Daten, die in den offizielln Specs fehlen:
    Signal / Rauschabstände für die Line bzw Mic-eingänge.
    Aufgrund meiner diesbezüglichen schlechten Erfahrungen bin ich pessimistisch und gehe davon aus, daß der Hersteller diese auf gutem Grund weggelassen hat -> weil sie zu schlecht sind. Es ist mir ein Rätsel wieso ein Großteil potentieller Kunden nicht darüber stolpert und sich über das Fehlen dieser Angaben wundert. Ich befürchte man kommt um die Anschaffung eines 1000 Euro Gerätes nicht herum wenn man was qualitativ hochwertiges haben möchte. Ein guter LineIN würde mich ja schon reichen, dann könnte ich es mit folgendem setup benutzen:


    http://www.erdie.de/arm1.jpg
    http://www.erdie.de/arm2.jpg


    -Erdie

  • Ich bin mir nicht sicher, ob ihr das hier schon angesprochen habt, hatte nicht komplett gelesen, aber hier meine Erfahrung für mobiles Recording:


    Zum einen benutze ich eine Mischung aus Macbook/I-Book und externem SoundDevice ESI QuataFire 610 und diversen Mikrofonen was sich als mobil genug und hoch genug in der Qualität herausgestellt hat. EIch mache direkt HD-Recording mit Logic unter MacOSX und Samplitude unter Windows.


    Zum anderen benutze ich das MicroTrack von M-Audio für Außenaufnahmen, im Moment noch mit den mitgelieferten Elektretmikrofonen, was sich als recht sinnvoll für absolute Mobilität herausgestellt hat. Die Aufnahmequalität ist ausreichend für SoundDesign - ich habe damit bisher noch keine Studioaufnahmen gemacht. Die Nachbearbeitung erfolgt in Samplitude oder Logic. Ein 1GB Speichermedium gbit mir genügend Freiraum bei Aufnahmen in 44.100Hz/24Bit.


    Viele Grüße,
    Carsten

  • Nun habe ich den Sony MZ-RH1 Hi-MD mit einem normalem MD-Recorder vergleichen können. Die Testaufnahmen entstanden zeitgleich mit zwei Sony ECM-959A Mikrofonen. In einem Gottesdienst habe ich Lieder, mit Orgel begleitet, aufnehmen können. Dann habe ich die Stücke im Wechsel auf eine CD gebrannt und anschliessend die CD an meiner Hifi-Anlage gehört. Obwohl ich nicht das beste Gehör habe, konnte ich feststellen, dass die HI-MD-Aufnahmen wuchtiger und voller waren. Die normalen MD-Aufnahmen empfand ich als dünnerklingend. Später habe ich eine zweite Person zugezogen, die mir dieses bestätigte.


    Den Sony MZ-RH1 Hi-MD kann ich allen enpfehlen, die mit nur einem Stereomikrofon aufnehmen und nicht viel abmischen wollen. Besonders gut eignet er sich auch für längere Aufnahmen. Am liebsten nehme ich nun Konzerte in einem Track auf und kopiere sie dann in den Rechner. Dann kann man ganz leicht mit Audacity Trackmarken setzten, die Pausen glätten und alle Titel auf ein mal hintereinander abspeichern.


    Damit habe ich mich nun für den Sony MZ-RH1 Hi-MD entschieden. Den von mir vorher getesteten Fostex halte ich eher fürs Abmischen und Aufzeichnen von kürzeren Songs geeignet.


    Foky

  • Hallo, die Probleme mit dem USB gibt es auch bei anderen Modellen. Ich habe den MR 8 HD. Da brauche ich oft Stunden, um das Gerät dazu zu bewegen, den Datenzugriff vom Rechner zu akzeptieren. Dennoch ist das Gerät - wenn man den gewöhnungsbedürftigen Syntax mal verstanden hat - schon sehr gut. Ich habe daran einen OASYS und einen PA1x Pro von Korg angeschloßen. Da ich hier regelbare Line - Ausgänge habe, kommt am Fostex auch genug an, um vernünftige und vor allen Dingen rauschfreie Aufzeichnungen zu machen. Das Problem mit den Mikros und der zu geringen Signale umgehe ich, wenn ich mit Mikros gearbeitet habe, so, das ich ein Mischpult zwischen den Fostex und die Mikros setze. Das Rauschen filtere ich dann mit dem HF Regler am Mixer raus.


    Harry


  • Hallo Edgar,


    ich bin meinem Ziel schon wesentlich näher,
    als ich es ohne Dich wäre.


    Ich habe auf der Webseite VMS 5 U folgendes gelesen:


    "Oft rauschen batteriebetriebene Mikrofon-Vorver­stär­ker, weil die Stromaufnahme im Interesse einer langen Batterie-Betriebsdauer gering gehalten wurde"


    Ist das so? Muss ich mir merken:
    Mehr Saft, weniger Rauschen?

  • Quote

    Mehr Saft, weniger Rauschen?


    Hat nicht unbedingt bei allen Verstärkern einen direkten Zusammenhang. Was damit wahrscheinlich gemeint ist, ist dass wenn du den Ruhestrom eines Halbleiters (in dem Fall ein Transistor) erhöhst, das Rauschen weniger wird, weil sich alle Halbleiter (nicht nur Transistoren) im Übergangsbereich zwischen "sperren" und "leiten" sehr chaotisch verhalten. Und "Chaos" (Zufallswerte) bedeuten im Audiobereich dann "Rauschen". Wenn ein Halbleiter sich bereits ohne Eingangssignal im "halb-ausgesteuerten" Betrieb befindet ("A-Betrieb" heisst das in Datenblättern), so dass auch bei der negativsten Eingangsspannung niemals der "Null" Wert des Halbleiteres (vollständiges Sperren) erreicht wird, dann rauscht das Ausgangssignal weniger, weil sich der Halbleiter niemals im Zustand zwischen "leiten" und "sperren" befindet. Der Nachteil der Geschichte ist der, dass auch ohne Eingangssignal relativ viel Strom aus der Batterie verbraucht wird.

  • Super, klingt gut.


    Kannst Du mir auch sagen, ob dass in dieser Schaltung
    schon berücksichtigt ist:



    Kann dass leider nichtmal erahnen, bei Elektronik bin ich
    der Fisch auf dem Lande...